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Voll war der Marienplatz, an dem auch Würstel gegrillt werden konnten

Voller Erfolg

Schongauer Hexennacht: Bürger stürmen die Altstadt

Schongau - Bis 22 Uhr konnten die Menschen bei der Schongauer Hexennacht am Freitagabend in den beteiligten Geschäften einkaufen, daneben gab es Live-Musik, Stadtführungen und ein Kinderprogramm. Aus Sicht der Werbegemeinschaft Altstadt war das Spektakel wieder ein voller Erfolg.

„Trick or Treat“ – diesen Spruch kennen die Kinder in den USA genau. Denn am Vorabend von Allerheiligen – All Hallows Eve oder Halloween – ziehen sie verkleidet durch die Straßen, klingeln an den Häusern und fordern Süßes, sonst gebe es Saures.

Weil die Geschäftsbesitzer vergangenes Jahr nicht mehr nachgekommen waren mit dem Verteilen der Gummitiere, Schokoriegel und anderer Spezereien, hatte die Schongauer Werbegemeinschaft heuer den Fleiß vor den Preis gesetzt: die Hexenrallye. Passend zur Hexennacht, die am Freitag in die Innenstadt lockte. Aus Papier oder aufwendiger gestaltet, hockten oder flogen die Hexen durch die Schaufenster der Geschäfte, im Tom Tailor-Laden, den verschiedene Apotheken, bei Heim&Hobby oder der süßen Hanni, und warteten darauf, gezählt zu werden.

Bis 22 Uhr hatten die Geschäftsinhaber alle Hände voll zu tun

„Das war top. Wir sind voll zufrieden“, schwärmte am Tag darauf Franz Köpf, Vorsitzender der Werbegemeinschaft. Obgleich er selbst davon nicht viel mitbekommen hat. Denn bis zum Ladenschluss um 22 Uhr sei der Laden voll gewesen, erzählt Köpf. Er weiß, dass auch andere Geschäftsinhaber alle Hände voll zu tun hatten. Vor allem rund um den Marienplatz konzentrierten sich die offenen Geschäfte, aber auch in der Münzstraße konnte man über den üblichen Ladenschluss hinaus bummeln und einkaufen. Etwa im Heim&Hobby-Laden, wo man eigens für den Nachwuchs ein Bastelprogramm ersonnen hatte. Während Mama und Papa vorne ihren Bastelbedarf für die stade Zeit deckten oder Anregung suchten, konnte die Kinder im Hinterzimmer eine Fledermausmaske basteln.

Ohnehin kamen viele Kinder schon geschminkt und verkleidet in die Altstadt, ließen sich verzieren oder eine hexenmäßige Frisur zaubern. Mit zunehmender Dunkelheit strömten mehr und mehr Menschen in die Stadt, vor allem zur Prämierung der Kürbisse und der Konzerte gab es kaum ein Durchkommen am Marienplatz.

Bilder: Hexennacht in der Schongauer Altstadt

Angebot für Essen und Trinken verbessert

Man habe aus Fehlern des Vorjahres gelernt, so Köpf, und diesmal das Angebot, vor allem Würstel und Getränke, am Marienplatz verbessert. Dort hatte nicht nur das Jeanscafé geöffnet, am Café Express gab es Kuchen und heiße Getränke. Gleich nebenan wurde dem Besucher ebenfalls eingeheizt, mit Dr. Habermeiers selbst gebrautem Kräuterelixier, das vor allem von innen wärmte. Der Besitzer der Kreuzapotheke jedenfalls findet, die Hexennacht sei eine gute Sache. Es sei jedem selbst überlassen, wie er das Geschäft dekoriere und wie man sich an dem Event beteilige. Da gab es beispielsweise schaurig-schön dekorierte Küchlein oder Mohrenköpfe, die vom Förderverein der Grundschule und vom EAS-Nachwuchs feilgeboten wurden.

Dass es genau um dieses Event geht, hat man bei der Werbegemeinschaft erkannt. „Die Menschen schätzen das Einkaufserlebnis“, so Köpf. Es gehe nicht nur darum, die Menschen in die Altstadt zu holen, sondern ihnen auch einen Mehrwert zu bieten in Form von Beratung und persönlicher Serviceleistung. Dafür wären einige sogar bis aus Weilheim gekommen.

Wenn schon mal was los sei, müsse man das auch nutzen, war auch das Motto des Damenquartetts Laila, Dilan, Shirin und Dilek aus Peiting und Schongau. „Es ist schön, wenn Schongau wieder belebt ist“, so die Vier, die sonst schon mal nach München oder Kaufbeuren fahren zum Shoppen. „Es ist sonst etwas langweilig hier.“ Jetzt erlebe man wieder mal was in Schongau. Das wird im übrigen auch kommendes Jahr der Fall sein, so Köpf. Das Konzept sei stimmig und man habe aus diversen Anfangsschwierigkeiten gelernt.

Oliver Sommer

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