Max Bertl berichtete von seinen Krankenhaus-Erlebnissen.

Schongauer Krankenhaus-Qualität Thema im Kreistag

Schongau - Landrat Friedrich Zeller war sichtlich genervt: „Wir schaffen es immer wieder, in öffentlicher Sitzung unsere Krankenhäuser schlecht zu reden“, sagte er in der Kreistagssitzung.

Anlass für Zellers Unmut war ein Redebeitrag von Kreisrat Max Bertl aus Wildsteig (CSU), der im Zuge einer Operation von seinen persönlichen Erlebnissen vor dem Plenum berichtete: Von einer Arzthelferin sei ihm abgeraten worden, die vor einer Operation nötigen Bilder im Kernspintomographen des Schongauer Krankenhauses machen zu lassen: „Die Röhre macht so schlechte Bilder.“ Auch der behandelnde Arzt habe ihm geraten, sich lieber in Füssen oder München behandeln und operieren zu lassen. Das habe Bertl letztlich dann auch getan, obwohl ihm eine Behandlung in einem Landkreis-Krankenhaus eigentlich lieber gewesen wäre.

Auf Anfrage äußerte sich Krankenhaus-Pressesprecherin Anja Wischer folgendermaßen: „Unsere Ärzte widersprechen der pauschalen Aussage, ,die Schongauer Bilder sind schlecht’ vehement. Die Qualität der Medizintechnik wie auch die Fachkompetenz der Mitarbeiter der radiologischen Praxis entspricht aktuellen Standards. Auch spezielle Erkrankungsbilder können auf hohem Niveau diagnostiziert werden.“

Laut Chefarzt Dr. Ruprecht von Welser erfüllen die Aufnahmen der radiologischen Praxis die qualitativ hohen Anforderungen, um sowohl komplizierte Frakturen wie auch die Gelenkchirurgie entsprechend behandeln zu können. Sowohl Zeller als auch Krankenhaus-Geschäftsführerin Elisabeth Ulmer verwiesen auf die Qualität der Geräte, die aller Voraussicht nach vom gleichen Hersteller wie zum Beispiel die in Füssen seien. Es sei kaum zu glauben, wie „eine dahergelaufene Krankenschwester“ die Krankenhäuser in Misskredit bringen könne, so der Landrat.

Ulmer verwies auf ihre Erfahrungen: Demnach sei es nichts Ungewöhnliches, wenn zum Beispiel ein jetzt niedergelassener Arzt, der vorher in Füssen oder Großhadern gearbeitet habe, seine Patienten auch dorthin überweise. Grundsätzlich jedoch sei die Zahl der Patienten aus dem Landkreis, die sich in einem der vier Krankenhäuser behandeln lassen, steigerungsfähig.

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