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Rita Schuster vor der Schongauer Mittelschule, an der sie ihre gesamte berufliche Laufbahn verbracht hat.

Nachruf

Schongauer Mittelschule: Leiterin Rita Schuster gestorben

Schongau - Bestürzung und Trauer an der Mittelschule Schongau: Rita Schuster, seit mehr als fünf Jahren Schulleiterin, ist im Alter von 60 Jahren gestorben.

Vor fünf Jahren hatte sich Rita Schuster ihren beruflichen Lebenstraum erfüllt: Sie übernahm die Leitung der Schongauer Mittelschule, an der sie vor einer Ewigkeit, nämlich im Herbst 1977, ihren ersten Lehrerposten angetreten hatte. Fast 40 Jahre ohne Unterbrechung an der selben Schule tätig zu sein, ist eine absolute Rarität, die Schulleitung hätte die Burggenerin sicher bis zu ihrem Ruhestand innegehabt – hätte sie nicht eine schwere Erkrankung aus dem Leben gerissen. Am vergangenen Dienstag starb Rita Schuster im Alter von 60 Jahren.

„Wir waren alle zuversichtlich, dass sie aus dem Krankenhaus wieder nach Hause kommt“, sagt ihr Mann Joseph, der Burggener Bürgermeister. Auch die Ärzte seien optimistisch gewesen. Doch dann hörte ihr Herz, offenbar geschwächt von der Erkrankung, einfach auf zu schlagen.

Rita Schuster hat ihre Krankheit nie an die große Glocke gehängt, das wollte sie nicht. In den Sommerferien hat sie, obwohl schon geschwächt, noch viel Zeit in der Schongauer Mittelschule verbracht, bei der Stundenplan-Erstellung mitgearbeitet und das neue Schuljahr geplant. „Das war ihr ganz wichtig“, sagt Franz Pfaffenberger, ihr Stellvertreter. Er hat eng mit Rita Schuster zusammengearbeitet, sie haben gleichzeitig vor fünf Jahren ihre Posten angetreten. Auch Pfaffenberger kann nicht glauben, dass seine Chefin, die bereits das ganze Schuljahr krankheitsbedingt gefehlt hat, nicht mehr zurückkehren wird. Am Donnerstag, als die tragische Nachricht an der Schule eintraf, gab es im Kollegium eine kleine Andacht, Schüler und Eltern wurden informiert. „Am Montag werden wir eine schulinterne Trauerfeier veranstalten“, sagt Pfaffenberger.

Rita Schusters Mann Joseph, mit dem sie fast 25 Jahre verheiratet war (Tochter Stephanie ist 24), sagt, seine Frau habe alles für die Schule und vor allem die Schüler gegeben. „Nicht nur die schulische Bildung war ihr wichtig, sondern vor allem die Herzensbildung. Sie wollte den Kindern fürs Leben etwas mitgeben, dass sie sich ihre eigene Meinung bilden.“ Dieses Vermächtnis von Rita Schuster wird noch lange bleiben.

Boris Forstner

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