Karlsruhe erlaubt G20-Protestcamp - aber stark eingeschränkt

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Viele Eltern fahren ihre Kinder direkt zur Schule - das sorgt in Schongau für Chaos.

Staufer-Grundschule Schongau

Schulweg-Chaos: Jetzt appelliert die Polizei

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Schongau - Schon bisher herrschte an der Schulzentrums-Baustelle morgens Chaos, weil viele Eltern ihre Kinder direkt vor den Eingang fahren wollen. Seit Schuljahresbeginn hat sich die Situation noch einmal verschärft – Grundschulleiterin Ulla Heitmeier sieht eine Gefahr für die Kinder und hat die Polizei alarmiert.

Seit dem neuen Schuljahr gibt es nur noch einen Zugang zur Staufer-Grundschule, und zwar in der Fanschuhstraße – der Zugang von der Bürgermeister-Lechenbauer-Straße ist wegen der Baustelle auch geschlossen. Seitdem herrschen Zustände, die Schulleiterin Ulla Heitmeier nicht mehr hinnehmen kann: „Die Eltern fahren mit ihren Autos zum Teil bis auf den Lehrerparkplatz und kommen dann nicht mehr heraus, weil hinten schon die nächsten kommen.“ Da die Straße völlig verstopft sei, werde wild rangiert und zum Teil auch über die Gehsteige gefahren – direkt vorbei an Kinder auf dem Schulweg. „Ich habe große Angst, dass etwas passiert“, so Heitmeier.

Sie hatte sich am Donnerstag ab 7 Uhr selbst hingestellt, um die Situation von Anfang bis zum Unterrichtsbeginn zu sehen. Einen Vater, der im absoluten Halteverbot geparkt und den Verkehr behindert habe, sprach sie direkt an. „Der war freundlich und hat sich vielmals entschuldigt.“ Doch so reagieren nicht alle Eltern: „Eine Kollegin hat einen Vater höflich gesagt, er solle bitte nicht direkt zum Eingang fahren, und wurde aufs Übelste beschimpft.“

Seitdem die Baustelle die Schulwege verändert hat, habe man schon viel gemacht, so Heitmeier. Es gab Aktionen wie „Zu Fuß zur Schule“ und andere Projekte. Auch Elternbriefe habe es gegeben. Nachdem sie Bürgermeister Falk Sluyterman die Lage geschildert hat, habe der auch noch ein Schreiben verfasst. „Stadt und auch die Polizei unterstützen uns sehr, aber die Beamten sind letztlich auch machtlos. Man kann die Fanschuhstraße schließlich nicht einfach sperren.“

Das bestätigt Manfred Maier, Vize-Polizeichef in Schongau. Am Donnerstag sei ein Mitarbeiter morgens vor Ort gewesen, da habe sich das Chaos einigermaßen in Grenzen gehalten. „Wenn die Eltern einen Streifenwagen sehen, verhalten sie sich offenbar anders“, mutmaßt Maier. Er würde gerne jeden Morgen einen Kollegen vorbeischicken, weiß aber, dass das Personell nicht immer machbar ist. Zumal die Fanschuhstraße nicht der einzige Brennpunkt am Schulzentrum ist. „Die Bushaltestelle an der Marktoberdorfer Straße wird bei der Anfahrt der Schulbusse oft von Pkw blockiert, deren Fahrer ihre Kinder aussteigen lassen“, sagt Maier.

Optimal wäre, mit den Eltern direkt vor Ort zu reden. Doch das sei personell noch viel weniger machbar, sagt Maier realistisch. Auch er hofft, dass die verschiedenen Appelle fruchten und die Eltern ihre Kinder etwas abseits vom Schulzentrum aus dem Wagen lassen. Während Heitmeier schon der Parkplatz am Köhlerstadel reichen würde, schlägt Maier den Volksfest-Parkplatz vor. „Dann müssen sie beim Schulweg über keine stark befahrene Straße“, sagt er. Und weil der einzige Grundschul-Eingang sowieso in Richtung Volksfest-Platz liegt, ist der Weg nicht so weit wie früher.

Heitmeier sagt, man habe wegen der Baustelle gewisse Einschränkungen, die man in Kauf nehme. „Wir machen das Beste daraus. Aber jetzt müssen die Eltern auch mitmachen.“ Damit nicht doch etwas passiert.

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