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Sie gaben Tief „Helene“ seinen Namen: Armin Hampel und Cornelia Milis. Wobei: Einen Regenschirm werden sie nicht brauchen, dafür bringt „Helene“ zu schönes Wetter.

Tief Helene 

Schongauer stehen Pate für Frühlingshauch

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Die Schongauer Steuerberatungsgesellschaft Hampel + Marka hat das große Los gezogen: Mitten im Winter bringt sie für kurze Zeit den Frühling nach Deutschland. Die Kanzlei hat die Patenschaft für das Tief „Helene“ übernommen, das heute und morgen auch Bayern ungewöhnlich milde Tage beschert.

Schongau/Berlin – Dass ausgerechnet ihr Tief kräftig an dem Schnee im Alpenraum nagt, hat bei den Steuerberatern Armin Hampel und seinem Kompagnon Andreas Marka nur für eine kurze Schrecksekunde gesorgt. Die warme Luft, die „Helene“ heute und morgen nach Mitteleuropa schiebt, wird sich laut Prognose der Wetterdienste nicht lange halten. Hampel und Marka sind passionierte Skifahrer und hatten schon befürchtet, von ihren Sportkollegen „verklagt zu werden“, sagen sie mit einem Schmunzeln.

Die Idee, ein Tief zu ergattern, war Armin Hampel in den Sinn gekommen: „Mich hatte interessiert, wie die Namen für die Hochs und Tiefs vergeben werden“, erinnert sich der Steuerfachmann. Sogleich wurde in der Kanzlei der Computer angeschmissen und im Internet „gegoogelt“. Der Verein „Wetterkarte“ und das dazugehörigen Wetterpatenschafts-Angebot in Berlin waren schnell ausfindig gemacht, Hampel und sein Kompagnon Marka begeistert. Sie beschlossen, ihren Mitarbeitern in den Büros in Schongau und Lechbruck in Zukunft bei anstehenden Betriebsjubiläen Hochs und Tief zu schenken – natürlich mit den Vornamen der jeweiligen Jubilare. In diesem Jahr stand zwar gar kein Jubiläum an, „aber wir wollten nicht warten, darum haben wir einen Testlauf gestartet“, erklärt Hampel. Weil es schnell gehen sollte, wurde ein Tiefdruckgebiet gewählt, der Buchstabe H war noch frei. Den Namen durfte dann Mitarbeiterin Cornelia Milis bestimmen. Sie hatte nur eine Vorgabe: „Er sollte germanisch, weiblich und alt sein“, erklärt ihr Chef Hampel. So kam es, dass am heutigen Mittwoch Tief „Helene“ über den britischen Inseln wirbelt und in Mitteleuropa für Frühlingsgefühle sorgt.

„Helene leitet vorübergehend Wärme ein und bringt einen Hauch von Vorfrühling“, erklärt Thomas Dümmel aus dem Berliner Institut für Meteorologie, in dem der Verein die Wetterpatenschaften vergibt. Die Einnahmen – 199 Euro kostet ein Tief, 299 ein Hoch – kommen den Meteorologie-Studenten in der Wetter- und Klimabeobachtungsstation in Berlin-Dahlem zugute. Die jungen Damen und Herren sorgen dafür, dass der 24-Stunden-Betrieb aufrechte erhalten werden kann. Im Jahr 2002 sollte aus finanziellen Gründen die Wetterbeobachtung durch aktive Beobachter nur noch vormittags erfolgen, die engagierten Studenten wussten das zu verhindern. Mit den Wetterpatenschaften ist der Betrieb garantiert.

Hampel freut sich, dass er „aus privater Neugier heraus auch etwas Gutes“ tun konnte. Und ganz nebenbei fiel ihm auf, „dass auch meine Schwiegermutter Helene heißt“, sagt er und lacht.

Hochs kosten mehr

Die Patenschaften für die Hochs und Tiefs können im Internet unter www.met.fu-berlin.de/wetterpate/ bestellt werden. Für Hochdruckgebiete müssen die Paten deutlich tiefer in die Tasche greifen. Der Grund: Sie sind mit rund 50 pro Jahr seltener als Tiefdruckgebiete (150 pro Jahr) und langlebiger. Ein Hochdruckgebiet kann sich nach Angaben des Berliner Instituts für Meteorologie bis zu 14 Tage halten, ein Tief nur zwei bis drei Tage. Wer im laufenden Jahr noch ein Hoch- oder Tiefdruckgebiet ergattern möchte, muss sich beeilen. Nur noch einige wenige Buchstaben sind frei. Zum Beispiel das W, X, Y und das Z.

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