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Im südöstlichen Bereich des UPM-Werkes (rechter Kreis) soll das neue Kraftwerk gebaut werden. Das über 40 Jahre alte Dampfkraftwerk (linker Kreis) hat dann ab Ende 2014 ausgedient und wird wohl später demontiert. Foto: preller

Schongauer UPM-Werk bekommt neues Kraftwerk für 85 Millionen Euro

Schongau - Wichtige Veränderungen stehen im Schongauer UPM-Werk bevor: Wie die Firmenzentrale gestern mitteilte, wird im kommenden Jahr ein neues Kraftwerk am Sitz Schongau gebaut.

UPM setzt nach den Worten des Schongauer Werkleiters Winfried Schaur mit der Investition in den Neubau weiter auf effiziente Energierzeugung. Denn das Ziel des neuen Kraftwerks mit Kraft-Wärme-Kopplungs-Technologie mit Erdgas als Brennstoff ist eine nennenswerte Reduzierung der Energiekosten sowie die Absicherung der Energieversorgung. „Das ist eine sehr schöne Entscheidung für den Standort Schongau“, freut sich Schaur. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 85 Millionen Euro, seit der Anschaffung der neuen Papiermaschine 9 im Jahr 2000 für 100 Millionen Euro die größte Investition seit langem. „Mit mehreren kleineren Investitionen haben wir somit seit dem Jahr 2000 etwa 200 Millionen Euro in das Werk und den Standort Schongau investiert.“

Auch Bürgermeister Karl-Heinz Gerbl freut sich über die Entscheidung des Unternehmens: „Das gibt wieder Sicherheit für den Werksstandort Schongau und seine Mitarbeiter“, sagt er. Und für die Stadt selbst: „Denn wir haben mit UPM einen sehr zuverlässigen Partner bei der Versorgung mit Fernwärme, einem zukunftsfährigen Energieträger.“ Gerbl sichert dem Unternehmen die vollste Unterstützung bei der Bearbeitung der Antragsunterlagen zu.

Zwei Gründe haben laut Schaur für die Entscheidung für ein neues Kraftwerk gesprochen: Zum einen sprachen das Alter (über 40 Jahre) des bestehenden Dampfkraftwerks für einen Neubau. Zum anderen das Bestreben und die Auslegung des Unternehmens, mit modernster Technologie hocheffizient und umweltfreundlich Energie zu erzeugen. „Das neue Kraftwerk wird die Versorgungssicherheit in Bezug auf Energie für unser Werk verbessern und die Eigenstromerzeugung von derzeit rund 45 auf dann etwa 70 Prozent erhöhen“, führt Schaur aus. Schließlich verbraucht UPM rund drei Viertel des gesamten Landkreis-Energiebedarfs.

„Die Erneuerung der Energieerzeugung garantiert eine effiziente Produktion und sichert die Wettbewerbsfähigkeit des Werkes weiter ab.“ Und: „Solche dezentral betriebenen Kraftwerke stehen im Einklang mit dem Energiekonzept der Bundesregierung und sollen helfen, gerade hier in Bayern eventuelle Stromlücken zu schließen.“ Das neue Kraftwerk soll eine Leistung von rund 71 Megawatt-Stromerzeugung haben, das bestehende erbringt rund 40 bis 45 Megawatt. Alles zusammen eine „wesentliche Stärkung des Standortes Schongau“.

Wie der Werksleiter weiter ausführt, wird das neue Kraftwerk Prozesswärme sowie Strom für die Papierfabrik erzeugen. Profitieren wird davon aber nicht nur UPM selbst: „Außerdem liefert es umweltfreundliche und energieeffiziente Fernwärme für die rund 750 an das Fernwärmenetz-angeschlossene Haushalte sowie die öffentlichen Einrichtungen wie Schulen und nicht zuletzt das Krankenhaus Schongau“, so Schaur.

Nach den derzeitigen Planungen rechnet Schaur mit dem Baubeginn frühestens Ende des Jahres, eher aber im Frühjahr 2013. „Schließlich ist noch das Genehmigungsverfahren zu durchlaufen“, so Schaur. In den kommenden zwei Monaten will UPM die Antrags-Unterlagen an das Landratsamt erstellen. „Für so eine Anlage muss man alles in allem mit einer Gesamtbauzeit von etwa zwei Jahren rechnen. Die Inbetriebnahme der Anlage ist daher für Ende 2014 geplant.“

Gebaut wird das neue Kraftwerk im südöstlichen Bereich des Werkes. Das bestehende Dampfkraftwerk wird, wenn die neue Anlage läuft, abgeschaltet und wohl später demontiert. Unbeeinflusst von dem Neubau bleibt das Heizkraftwerk 2 im vorderen Bereich hin zur Peitinger Straße.

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