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Die Käsepeitschen und Stierbeißer waren beim Weihnachtsmarkt in Schongau auch von Damen begehrt.

Schongauer Weihnachtmarkt

Eine fast perfekte Bilanz

Schongau - Der Schongauer Weihnachtsmarkt hat heuer alle Erwartungen übertroffen. 18 Tage lang fast durchwegs schönes Wetter, ein umfangreiches gastronomisches Angebot und viele Besucher. Kein Wunder, dass Organisator Hermann Gleich ein weitgehend positives Fazit ziehen kann. Wobei er einräumt, dass man beim nächsten Mal einiges sicherlich noch besser machen kann.

 „Die halben Meter-Würste waren ein Renner“, berichtet Hermann Gleich. Andrea und Christian Keil aus Reichling können da nur zustimmen. „Wir sind nur wegen der Käsepeitschen zum Schongauer Weihnachtsmarkt gekommen“, sagen beide am  Schlusstag und beißen herzhaft in das mit einer langen Käsewurst belegte Laugenstangerl.

Aber auch die Stierbeißer (ebenfalls lange Würste) waren begehrt. „Ich bin mit dem Umsatz recht zufrieden“, bestätigt Per Echtler, Juniorchef der Reichlinger Metzgerei Schappele, die am Weihnachtsmarkt die Käsepeitschen und Stierbeißer im Angebot hatte.

Silvia Laschitza aus Ingenried lässt sich am Stand nebenan von Reinhard Tremer aus Schwabniederhofen einen Marzipanlikör einschenken. „Schmeckt lecker“, sagt die junge Frau. Das meint auch ihr Begleiter. Eine begehrte Anlaufstelle ebenso der Stand von Liane Maier. Sie bietet mit Schokolade überzogene Früchte an. Was haben die Leute am meisten verlangt? „Erdbeer mit Schokolade“, versichert Standbetreiberin Liane Maier, die aus Freising kommt.

Zufrieden mit dem Geschäft auch Dario aus Peru, der indianische Ware feilbot. „Lauter nette Leute, tolles Wetter, aber leider kein Schnee“, so sein Fazit.

Auch Hans Worel aus dem Bayerischen Wald kann nicht klagen. Seine Felle und Fellarbeiten sind ebenfalls begehrt. Soeben hat er einer Kundin ein dickes warmes Fell verkauft. Was dem Hans beim Schongauer Weihnachtsmarkt weniger gefallen hat, war die Ami-Musik. „Damit kann sich ein echter Blasmusiker wie ich nicht anfreunden“, meint er.

Eigens aus München zum Schongauer Weihnachtsmarkt ist gestern noch Leopold Bock-Krausen angereist. „Der Glühwein in Schongau ist spitze“, verrät er und schlürft an seiner gefüllten Tasse.

Zufriedenheit auch bei Josef Schauer aus Böbing, bekannt als Holzwurm. Vor allem seine Krippen waren am gefragtesten. Das trifft auch auf den Stand von Reinhard Nowak zu, der Kunst und Kunsthandwerk präsentierte.

Die Besucherzahl beim Schongauer Weihnachtsmarkt? Genaue Zahlen kann Organisator Hermann Gleich nicht nennen. „Es herrschte immer ein Kommen und Gehen“, meinte er. An guten Tagen waren es weit über 1000 Besucher.

Was die Stände betrifft, hätten es sogar mehr als 30 sein können. Der Platz war vorhanden. Warum der westliche Bereich des Marienplatzes allerdings nicht so frequentiert war, kann sich Gleich nicht erklären. „Wir sind auf einem richtigen Weg, werden das Konzept aber noch etwas überarbeiten.“

Zu den Ständen, die sich etwas im Abseits auf der Westseite befanden, gehörte auch der von Alois Steidele aus Bernbeuren. Seine handgedrechselten Schreibgeräte wurden viel zu wenig beachtet. „Ich komme nächstes Jahr aber wieder“, versicherte Steidele.

Ob das auch auf den Stand aus Colmar zutrifft? Auch der war am Rande platziert. „Da sind nicht so viele Leute vorbeigegangen“, so Eric Jurarez vom Elsässer Seifenstand.

Heute wird bereits mit dem Abbau der Stände begonnen. „Nur der Stand am Marienbrunnen mit Glühwein und Gulasch-Suppe bleibt noch bis kommenden Freitag geöffnet“, kündigt Organisator Gleich an.

mg

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