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Einbruchsort und Fluchtweg: Der Täter ist in eine Wohnung in der Franz-Schubert-Straße (rote Markierung) eingebrochen, dann in Richtung Joseph-Haydn-Straße geflüchtet. Ins klassische Täterbild würde passen, dass die Flucht direkt in Richtung B17 führte (grün markiert), wo möglicherweise ein Fluchtauto parkte.

In Schongauer Wohngebiet

Frau (63) vertreibt Einbrecher

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Schongau - Schon wieder hat es in Schongau einen Wohnungseinbruch gegeben. Das Kuriose: Der Täter wurde von der Bewohnerin, eine 63-jährige Frau, auf frischer Tat ertappt.

„Doppelt so viele Wohnungseinbrüche“ lautete neulich die SN-Schlagzeile, nachdem Schongaus Polizeichef Herbert Kieweg die neuesten Zahlen 2016 in Sachen Wohnungseinbrüche auf den Tisch legte. Elf waren es bis zu diesem Tag. Eine beängstigende Zahl, die nur kurz währte. Denn seit Karfreitag ist ein weiterer Fall aktenkundig, der erneut in das Muster der sogenannten „reisenden Täter“ passen würde.

Wie die Schongauer Polizei berichtet, geschah der Einbruch in der der Franz-Schubert-Straße, die im Nord-Westen Schongaus liegt. Und zwar um exakt 20.12 Uhr – untypisch genaue Zeitangabe, die der Bewohnerin, eine 63-jährige Frau, zu verdanken ist. Denn sie selbst hatte den Täter bemerkt:

Frau (63) bemerkt Lichtkegel im Erdgeschoss

Als die Frau nach Hause kommt, stechen ihr Lichtkegel aus der Erdgeschoss-Wohnung ins Auge. Die Sache kommt ihr sofort spanisch vor. Sie fängt lauthals an zu schreien, macht so ihren Nachbarn auf die kritische Lage aufmerksam. Derweil bekommt es der Täter mit der Angst zu tun, flüchtet blitzartig über die Terrassentüre der Küche in Richtung Joseph-Haydn-Straße, die westlich des Tatortes und am Rande des Wohngebietes liegt (siehe Grafik).

Die halbwegs gute Nachricht: Die 63-jährige Frau kommt mit dem Schrecken davon, vermisst lediglich eine Perlenkette im Wert von rund zehn Euro. Die schlechte: Vom Täter fehlt jede Spur. Selbst eine rasch eingeleitete Fahndung mit mehreren Polizeistreifen führte nicht zum Erfolg, obwohl der Frau trotz hereingebrochener Dunkelheit eine recht genaue Täterbeschreibung gelang: Er sei um die 1,78 Meter groß, schlank, jung und eingepackt in einem olivgrünen Parker, der an der Taille sichtlich eingeschnürt ist. Außerdem trug er enge Jeans und Mütze.

Bereits bekannt ist inzwischen, dass der Täter durch Aufhebeln der Wohnzimmer-Terrassentüre ins Gebäudeinnere gelang und mehrere Schränke durchwühlte – bis er von der erschrockenen Bewohnerhin in die Flucht geschrien wurde.

Sachdienliche Hinweise

Hinweise nimmt die Schongauer Polizei unter der Telefonnummer 08861/23460 entgegen.

js

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