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Die glücklichen Sieger mit Bürgermeister Michael Asam (Hinten Mitte), daneben Hubert Strobel (FA Peiting) sowie Organisator Günter Krause (vorne links).

Dreifachturnhalle Peiting

Schongaus Asylbewerber sind die Besten

Peiting - Spannende Szenen, faire Spiele und viel Spaß waren das Ergebnis des 1. Fußballturniers für Toleranz, das vom Freundeskreis Asyl Peiting in der Dreifachturnhalle ausgerichtet wurde. Zehn Mannschaften nahmen teil.

„Die Stimmung war gut, es waren zum Teil sehr gute Fußballspieler dabei und es hat allen Spaß gemacht“, resümierte Günter Krause, der das Turnier in vielen Stunden Vorbereitungszeit organisiert hatte. Krause, der solche Turniere während seiner Berufstätigkeit als Sozialarbeiter bereits des öfteren organisiert hatte, rannte mit seiner Idee offene Türen ein. Die Gemeinde stellte die Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung, der TSV Birkland und die FA Peiting verliehen Trikots, und diverse Helfer aus dem Freundeskreis Asyl und der FA Peiting halfen bei der Durchführung.

So ging es beim Turnier bunt zu. Nicht nur Trikots in allen Farben wurden gesichtet, auch Menschen verschiedenster Hautfarben, Sprachen und Kulturen waren auf dem Fußballfeld unterwegs. Die Mannschaften, großteils aus Bewohnern von Asylunterkünften zusammengestellt, waren aus der Region zwischen Denklingen und Peißenberg angereist. Und auch die Zuschauerränge waren bunt besetzt. „Ich liebe Fußball“, schwärmte Ansar Almas aus Altenstadt, der zu Hause in Afghanistan ein wenig Fußball gespielt hatte und zweimal die Woche trainiert, seit er in der Region wohnt. Zusammen mit seiner Mannschaft aus Schongau, deren Spieler aus dem Kongo, Senegal und Afghanistan stammten, heimste er den ersten Platz im Turnier ein. „Es war cool“, pflichtete ein Mannschaftskollege bei.

Hoch her ging es beim Endspiel Schongau (blau) gegen Peiting. Vor allem kam auch der Spaß nicht zu kurz.

Im Endspiel hatten sich die Schongauer ein spannendes Duell mit den alten Herren der FA Peiting geliefert und schließlich mit 3:1 den verdienten Sieg errungen. „Fußball ist ein wichtiges Medium. Damit erreicht man männliche Jugendliche immer“, weiß Günter Krause. Der Erfolg gab ihm recht. Auf dem Spielfeld gab es ein gutes Miteinander und keinerlei Berührungsängste zwischen den Kulturen. „Die Spiele liefen diszipliniert ab, der vorgegebene Zeitrahmen wurde eingehalten, obwohl einige Spiele durch 7-Meter-Schießen entschieden wurden. Und das, obwohl die deutsche Pünktlichkeit für fremde Kulturen manchmal erst gewöhnungsbedürftig ist“, wie Krause mit einem Schmunzeln feststellte. Auch die Befürchtung der Veranstalter, dass die notwendige Ausrüstung mit Hallenschuhen mangelhaft sein könnte, erwies sich als Fehlalarm. Die vorab gesammelten Fußballschuhe wurden gar nicht benötigt.

„Es war alles gut. Solche Veranstaltungen sind wichtig für die Integration“, meinte auch Hubert Strobel, der für die FA Peiting vor Ort war. Bürgermeister Michael Asam, der die Siegerehrung vornahm, freute sich, dass so ein Ereignis in Peiting stattfand. Und es soll auch nicht das letzte bleiben. Sofern die Bedingungen gegeben sind, soll auch im nächsten Jahr ein Fußball-für-Toleranz-Turnier stattfinden.

Platzierungen:

1. Schongau, 2. Herren FA Peiting, 3. Denklingen, 4. Team Breidenbach, 5. Rottenbuch, 6. Wildsteig/Steingaden, 7. Hohenpeißenberg, 8. Peiting B, 9. Peiting A, 10. Peißenberg

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