1. Startseite
  2. Lokales
  3. Schongau

Schongaus neuer Stadtpfarrer ist im "kleinen Paradies" angekommen

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null

Schongau - Einen herzlichen Empfang im „kleinen Paradies“, wie es Stadtpfarrer Bernhard Mooser bei seinem Abschied nannte, bereiteten die Schongauer ihrem neuen Seelsorger Norbert Marxer.

Bürgermeister Karl Heinz Gerbl wünschte seinem neuen Nachbarn „in Rufweite“ nicht nur einen guten Start, eine glückliche Hand und Gottes Segen. Er verwies auch auf die positive Lebenseinstellung der Schongauer und das starke ehrenamtliche Engagement. Dies war am Samstagabend einmal mehr zu spüren. So sorgten Chor und Orchester der Pfarrei Mariae Himmelfahrt mit der Spatzenmesse von Wolfgang Amadeus Mozart für einen glanzvollen musikalischen Rahmen des Festgottesdienstes.

Dass sämtliche Solisten aus den eigenen Reihen kamen, fanden die Gäste aus den drei früheren Pfarreien Marxers besonders anerkennenswert. Bewegend schon der Einzug der Fahnenabordnungen, zahlreichen Ministranten und der in großer Zahl gekommenen Priesterkollegen in die voll besetzte Stadtpfarrkirche unter dem Geläut sämtlicher Glocken. „Wir installieren heute einen lebendigen Stein“, machte Dekan Christoph Leutgäb bei der Amtseinführung von Norbert Marxer deutlich, worauf es ankommt: „Gott schenke Dir die dienende Liebe, an der die Welt den Diener Christi erkennen soll.“

Die dienende Liebe stellte ebenso Norbert Marxer in seiner ersten Predigt als neuer Stadtpfarrer heraus. Der Priester stehe im Dienst des Herrn, der uns beschenkt und durch den Alltag begleitet. Die Gegenwart Christi den Gläubigen nahe zu bringen, sei ihm ein Herzensanliegen. „Christus ist unsere Mitte, was er uns sagt, wollen wir weitergeben,“ so Norbert Marxer wörtlich. „Machen wir den Blick auf die Mitte, den Herrn, frei, öffnen wir uns füreinander auf dem Pilgerweg des Lebens und des Glaubens.“

Dass die Schongauer diesen Weg in guter Ökumene gehen, wurde nicht nur durch das Danklied „Von guten Mächten wunderbar geborgen,“ hörbar. Es klang immer wieder durch beim anschließenden Empfang im Forum der Sparkasse, durch den Helmut Hunger in bewährter Weise führte.

Marxer könne sich auf viele Leute stützen, die mit gestalten, bescheinigte ihm Karl Rottach von Verklärung Christi. Man gehöre zusammen, das westliche „Paradies“ werde ihm noch zuwachsen.

Wie Rottach stieß auch Pfarrer Frieder Nägelsbach von der evangelischen Pfarrei auf ein gutes Miteinander an. Er brachte sieben symbolische Geschenke mit. Vom Stock (Stütze) über Schongauer Lechsteine bis zur Kerze.

„Erkennen wir die Quelle von Licht, Leben und Wärme, Jesus Christus“. Damit er sich mit seiner neuen Umgebung vertraut mache, überreichten Bürgermeister Karl Heinz Gerbl das „Schongauer Namenbuch“ von Helmut Schmidbauer und Landrat Friedrich Zeller einen Pfaffenwinkel-Bildband.

Pfarrgemeinderatsvorsitzende Monika Bommersbach und Kirchenpfleger Markus Nagel überreichten ebenfalls symbolische Geschenke und die Ministranten ein Ministrantenhemd. „Das Tragen wird spätestens beim Hüttenabend Pflicht,“ so Helmut Hunger.

Nicht nur Ministrantin Lisa Frericks trat am Ende begeistert den Heimweg an, sagte: „Wir haben Pfarrer Bernhard Mooser zwar ungern hergegeben, aber jetzt haben wir einen würdigen Nachfolger.“

Auch interessant

Kommentare