Pfarrer Bernhard Mooser wechselt Ende Juli von Schongau nach Weißenhorn. Foto: archiv

Stadtpfarrer Mooser: Zurück zu den Wurzeln

Schongau - Wenn Schongaus Pfarrer Bernhard Mooser Ende Juli Schongau verlässt hin zu seinem neuen Wirkungsort Weißenhorn (im Landkreis Neu-Ulm), dann heißt es für ihn: „Zurück zu den Wurzeln“.

„Ich hab’ als junger Schüler in den 60er-Jahren in Weißenhorn eine Ferienfreizeit für religiös interessierte Jugendliche besucht, und das hat mich sehr beeindruckt und auch geprägt“, verrät Pfarrer Mooser auf Anfrage der SN-Redaktion. All die dort gewonnenen Eindrücke hätten ihn bestärkt, den Priesterberuf anzustreben, was dann auch geschehen und mit der Priesterweihe abgeschlossen worden sei.

Der weitere Werdegang von Pfarrer Mooser: Zunächst Kaplan in Schrobenhausen und in Augsburg St. Georg, dann Pfarrer in Fuchstal und schließlich Stadtpfarrer von Schongau. Dort sollen bekanntlich die beiden Stadtpfarreien Mariae Himmelfahrt und Verklärung Christi gemäß der pastoralen Raumplanung zu einer Pfarreiengemeinschaft fusionieren - unter der Leitung eines neuen Stadtpfarrers. Für diese Aufgabe ist - wie bereits berichtet - Pfarrer Norbert Marxer aus Kaufering vorgesehen.

Auf der Suche nach einem neuen Wirkungskreis hatte Pfarrer Bernhard Mooser fünf Pfarreien zur Auswahl, deren Neubesetzung im vergangenen Jahr im bischöflichen Amtsblatt ausgeschrieben worden war. Darunter auch Weißenhorn, eine Stadt mit rund 13 000 Einwohnern - also durchaus mit Schongau vergleichbar (siehe Kasten).

Die Stadtpfarrei in Weißenhorn ist bisher von Pater Alfons vom dortigen Claretiner-Kloster geleitet worden. Auch dieser Orden hat Personalprobleme. Aus diesem Grund ist Pater Alfons vor zwei Monaten abgezogen worden, und die Stelle musste von der Diözese Augsburg neu besetzt werden.

Berücksichtigt werden musste bei dieser Neubesetzung außerdem, dass in Weißenhorn noch die Fugger das Präsentationsrecht bei der Besetzung der Pfarrstelle haben - doch diese Hürde hat Pfarrer Mooser problemlos genommen. In Weißenhorn ist er künftig auch für die eingemeindeten Ortsteile Grafertshofen und Emershofen sowie für die angrenzende Pfarrei Oberhausen zuständig. Das sind zusammengerechnet 5500 bis 6000 Katholiken - also weit mehr als in der Pfarrei Mariae Himmelfahrt in Schongau mit 3700 Pfarrgemeindemitgliedern.

„Ich hoffe, dass die Claretiner bei der Seelsorge in Weißenhorn weiterhin mithelfen“, wünscht sich der 62-jährige Mooser. Weißenhorn ist nun seine fünfte Pfarrstelle. In Schongau zelebriert er am 27. Juli um 17 Uhr seinen Abschiedsgottesdienst. Am 31. Juli erfolgt der Umzug nach Weißenhorn, und dort wird Mooser am 14. September um 18 Uhr feierlich als neuer Stadtpfarrer installiert.

Die Stadt Weißenhorn liegt auf 501 Meter über Meeresspiegel und ist umgeben von einer sanften Hügellandschaft. Die Stadt selbst liegt geographisch in der Mitte der Region Donau-Iller. Sie ist Zentrum des ländlichen Raumes im Landkreis Neu-Ulm. Ihre reizvolle Lage in einem kleinen Kessel, um den sich verschiedene Hügel gruppieren, ist mit Feldern, Landwirtschaftswegen und Spazierwegen durchzogen. Ausgewiesene Nordic Walking- und Laufstrecken sowie Radwege bieten für den sportlich orientierten Besucher vielfältigste Möglichkeiten.

Mittelalter und Moderne bilden einen reizvollen Kontrast. Brauchtumsfeste wie Leonhardiritt, Fasnachtsumzug und Altstadtfest ziehen alljährlich tausende Besucher in die Stadt. Flüsse im Stadtgebiet sind die Roth, die Biber und die Leibi. Zur Stadt Weißenhorn gehören neben der Kernstadt auch die Ortsteile Attenhofen, Biberachzell mit Asch (im Bibertal), Bubenhausen, Emershofen, Grafertshofen, Hegelhofen, Oberhausen (im Bibertal), Oberreichenbach, Unterreichenbach und Wallenhausen (im Osterbachtal).

Weißenhorn liegt verkehrsgünstig an der Autobahn A 7, vier Kilometer von der Ausfahrt Vöhringen entfernt. Dank der A 8 im Norden (Anschlussstelle Leipheim oder Autobahndreieck Elchingen) kann Weißenhorn nicht nur von Nord und Süd (A 7), sondern auch sehr gut von Westen und Osten erreicht werden.

Auch interessant

Kommentare