Von den Kälbchen konnten sich die Kindergartenkinder gar nicht mehr trennen. Foto: UF

Schubkarre voller Heu, Badewanne mit Wasser und Kraftfutter

Rottenbuch - „Wo wächst mein Mittagessen?“ Eine Frage, die der Bayerische Bauernverband alle zwei Jahre bei den Aktionswochen „Kindertag auf dem Bauernhof“ beantwortet.

Auf dem Bonusch-Hof am Schmauzenberg waren Rottenbuch waren nun über 40 Kindergartenkinder zu Gast.

Wo bleiben sie denn? Am Bonusch-Hof ist man gerüstet für den Besuch. Der dreijährige Dominik schiebt stolz seinen Traktor im Kreis, Bäuerin Maria Bonusch fegt noch den letzten Staub von den Sitzbrettern, ihr Schwiegervater Johann richtet den Blick auf die grünen Hügel zwischen dem Schmauzenberg und dem Ort. Weit entfernt ist die Gruppe der kleinen Wanderer zu erkennen, die die vier Kilometer vom Don Bosco-Kindergarten bis zum Hof zu Fuß bewältigten. Ohne Schrammen ging das freilich nicht ab, aufgeschlagene Ellenbogen und Knie, sowie ein gereiztes Auge sorgten dafür, dass der Ausflug besonders lange dauerte.

Schließlich sind alle da. Die ersten waren im Laufschritt den Berg hinaufgestürzt, die letzten ließen sich an der Hand der Erzieherin Zeit. Am meisten aufgeregt ist die kleine Stefanie. Die Nacht zuvor hatte sie schon kaum geschlafen, weil alle Kindergartenfreunde heute mit auf „ihren“ Hof kommen sollten. Bäuerin Maria Bonusch verteilte erst einmal Saft, Brezen und Wienerle zur Stärkung. Johann Bonusch zauberte ganz ohne Zauberspruch ein leckeres Mango-Maracuja-Milchmixgetränk. Stefanies Vater Thomas Bonusch zeigte den Kindern, was eine gestandene Milchkuh den ganzen Tag zu sich nimmt, um 35 Liter Milch oder mehr zu produzieren. Einen riesen Schubkarren voll Heu und Silage, bis zu 180 Liter, sprich eine Badewanne voll Wasser, und dann noch Kraftfutter braucht sie, um ihr Tagwerk zu vollbringen. Da staunten die Kleinen nicht schlecht.

Weiter ging es mit Maria Bonusch in die Milchkammer, wo sie erklärte, wie der Weg der Milch von der Kuh bis in die schmucken Tetra-Packs verläuft, aus denen Johann Bonusch die Milch für die köstlichen Mixgetränke nimmt. Weiter ging es zu den Kälbchengehegen, die ein kleines Adlerauge natürlich sofort erspäht hatte. Angesichts soviel Besuch schreckten die Nachwuchs-Kühe erst einmal zurück, schnupperten aber dann doch an den neugierig dargebotenen Fingern. Maria Bonusch holte einen Futtereimer, an dem eine künstliche Zitze hängt, aus der die Kälbchen ihr Lebenselixier saugen können.

Das war so spannend, dass sich die kleinen Besucher kaum losreißen konnten. Aber schließlich lockte noch eine Schatzsuche im Stroh, wo Maria Bonusch kleine Süßigkeiten versteckt hatte, bevor es mit dem Bus zurück zum Kindergarten ging.

Ursula Fröhlich

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