Mädchen klaut Papas Autoschlüssel und unternimmt Spritztour mit Cousin (7) - es geht böse aus

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15 Schüler des Schongauer Welfen-Gymnasiums haben die Ausstellung im Stadtmuseum gestaltet. foto: wk

Schüler tauchen in Weltkriegs-Zeit ein

Schongau - Eine Übersicht über den Ersten Weltkrieg sowie dem damit verbundenen Alltag im Schongauer Raum ist in einer Ausstellung im Schongauer Stadtmuseum zu sehen.

Über die verheerenden Auswirkungen und weitreichenden Folgen des Ersten Weltkrieges und darüber, wie die Kriegsjahre in Schongau aussahen, vor allem aber mit welchen Widrigkeiten die Urgroßeltern im Alltag zurechtkommen mussten: Diesen Fragen sind 15 Schüler des Projektseminars des Schongauer Welfen-Gymnasiums nahezu ein dreiviertel Jahr lang nachgegangen und haben dabei akribisch Material zusammen getragen. In der von den Schülern jetzt gestalteten Ausstellung im Schongauer Stadtmuseum sind nicht nur der Krieg mit seinen vielfältigen Gesichtern zu sehen, sondern auch die Auswirkungen im Landkreis Schongau.

Wie Projektleiterin Angela Wagner bei Eröffnung der Ausstellung betonte, haben sich die Lehrer weitgehendst zurückgehalten. Im Klartext, die Schüler hatten freie Hand. Deswegen war es auch den elf Burschen und den vier Mädchen der 11. Klasse vorbehalten, die Besucher in die Ausstellung einzuführen. Mia Hollwich und Johannes Eberle sagten, es sei nicht einfach für sie gewesen, die Themen der Vergangenheit in die Gegenwart zu rücken und dabei auch die Heimat mit einzubinden. Zur Vorbereitung hätten sie von Angela Wagner einen Ordner in die Hand gedrückt bekommen, den sie auswendig lernen - oder zumindest in den sie sich einlesen sollten. „Das hat viel gebracht“, gestand Julius Eberle. Herausgestellt wird, wie die Soldaten die neue Art der Kriegsführung mit Gas, Panzern und vor allem die Grabenkämpfe erlebten.

Der Krieg prägte aber auch die Menschen in der Heimat, auch im Landkreis Schongau. Die Ausstellung zeigt anhand von Nachbildungen, wie den Schützengraben, Multimedia-Elementen sowie zahlreichen Exponaten aus dem Stadtmuseum und von privaten Sammlern exemplarische Einblicke in die Jahre 1914 bis 1918. Beispielsweise den Frontverlauf und die Stellungskriege von 1914 bis 1918. Ebenso zu sehen sind die „Heimatecke“ und das Kriegstagebuch von Martha Enecke, der Urgroßmutter einer Lehrerin des Welfen-Gymnasiums.

„Klein aber fein“, brachte Wilfried Funke, Lehrer am Gymnasium, nach dem Rundgang seine Eindrücke auf den Punkt. Angesichts der Besucher bei Ausstellungseröffnung strahlte Projektleiterin Angela Wagner, „ich bin total begeistert“. Das waren auch die 15 Schüler, die den Besuchern geduldig Rede und Antwort standen.

Walter Kindlmann

Die Ausstellung ist noch bis zum 16. Juli im Stadtmuseum jeweils Mittwoch, Samstag, Sonn- und Feiertag von 14 bis 17 Uhr zu sehen.

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