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Schützenfahne in Schwabsoien geweiht

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Fahnenweihe durch Prälat Hans Frieß (im Bild links): 5250 Euro hat die Restaurierung insgesamt gekostet, 4000 Euro wurden aus Spenden finanziert.
Fahnenweihe durch Prälat Hans Frieß (im Bild links): 5250 Euro hat die Restaurierung insgesamt gekostet, 4000 Euro wurden aus Spenden finanziert.

Schwabsoien - Die Fahne der Schönach-Schützen erstrahlt in neuem Glanz und hat jetzt auch den kirchlichen Segen. An Allerseelen wurde sie im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes von Prälat Hans Frieß in der Kirche geweiht.

„1928 war eine schwere Zeit. Die Anschaffung der Fahne bedeutete ein Opfer für die Gemeinde und den Schützenverein“, erinnerte Prälat Hans Frieß an die erste Weihe der Schönach-Schützen-Fahne. Nach nunmehr 86 „Dienstjahren“ erhielt sie nach einer ersten Sanierung im Jahr 1974 eine umfangreiche Restaurierung. So wurde die Fahne aufgetrennt, nach den Stickarbeiten neu aufgerichtet, appretiert und an der Stangenseite mit einem neuen Hakenband versehen.

In die restlichen Seiten wurden Golddrallfransen eingearbeitet. Dazu wurden Ornamente und Goldstickereien nachgestickt, die Goldeinfassungen in Handarbeit nachgearbeitet. Auch die Fahnenspitze erhielt eine Auffrischung durch Polieren, Reinigen und Lackieren. Die Fahnenstange aus Eschenholz ist komplett neu, ebenso wie das Fahnenband zu Ehren der verstorbenen Mitglieder.

Insgesamt kostete die Restaurierung 5250 Euro. Davon konnten 4000 Euro aus Spenden finanziert werden, von der Gemeinde gab es einen Zuschuss von 1000 Euro. „Ein herzliches Dankeschön“ richtete deshalb Schützen-Vorstand Manfred Schmid beim Stehempfang an die Gäste. Darunter auch Bürgermeister Siegfried Neumann und Ehrenschützenmeister Konrad Schmid. Da man die Spenden laut Schmid nicht für ein großes Fest habe ausgeben wollen, aber sich trotzdem bei den zahlreichen Spendern bedanken wollte, gab es einen kleinen Umtrunk mit Brotzeit im Gemeindehaus. Zudem hatten die Gäste Gelegenheit, die Fahne, die auf der Vereinsseite einen Hirsch und auf der Ortsseite einen Adler mit Eichenlaub und das Motto „Treue um Treue“ zeigt, aus nächster Nähe zu bewundern.

Der Begriff Fahne leite sich aus dem Althochdeutschen ab und hatte die Bedeutung „Kampftuch“, im römischen hieß sie „Signum“, was so viel wie Symbol bedeutete, holte Schmid zur Erklärung aus. Mit dem Tragen der Fahne seien „Ehre und Treue“, „Freude und Trauer“, „Brauchtum und Tradition“ verbunden.

Einen Dank richtete Manfred Schmid auch an Fähnrich Karl Seelos und seine Begleiter Konrad Schmid und Engelbert Eirenschmalz, die die frisch restaurierte Fahne auch künftig wieder mit der „gebotenen Achtung und Gewissenhaftigkeit“ zu allen großen Anlässen durch die Schönach-Gemeinde tragen können.

uf

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