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Die 52 Schulabgänger der Mittelschule Steingaden zusammen mit ihren Klassenlehrern beim Gruppenfoto.

Keine Angst vor der Zukunft

52 Schulabgänger an der Mittelschule Steingaden

Steingaden - Bei diesen Ergebnissen gab es nur zufriedene Eltern, Lehrer, vor allem aber fröhliche Schüler. Alle 18 Burschen und Mädchen der 10. Klasse haben den Mittleren Bildungsabschluss geschafft. Weitere 34 Schüler der beiden 9. Klassen können sich über den qualifizierten Abschluss freuen.

Es gibt noch einen Grund zur Freude: Alle 52 Schüler des Schulverbandes Steingaden, Prem, Wildsteig, Burggen und Bernbeuren haben erfolgreich den Mittelschulabschluss, den Quali oder den Mittleren Bildungsabschluss geschafft. Etliche von ihnen beginnen eine Lehre oder werden ein weiterbildende Schule besuchen. Auf der Abschlussfeier am Freitagvormittag konnten die Schüler von ihren Klassenlehrern ihre Zeugnisse in Empfang nehmen.

Konrektor Jürgen Jahresdörfer verglich in seiner Abschlussrede das schulische Leben der Schüler mit einem Drehbuch. Unterschiedliche Grundschulen in Bernbeuren, Prem, Steingaden und Wildsteig. Erst in der vierten Klasse teilten sich die Wege der Schüler zum ersten Mal. Neue Umgebung, neue Gesichter, neues Ziel. Um die großen Siebt-, Acht-, Neunt- und Zehntklässler sei lieber mal ein großer Bogen gemacht worden, sagte der Konrektor. Die neunte und zehnte Klasse schien weit entfernt.

Und plötzlich standen die Abschlussarbeiten an. Hektik, Stress und Aufregung bestimmten den Alltag. Dennoch: „Angst vor der Zukunft ist nicht angebracht,“ sagte Jahrsdörfer. Jetzt gehe es wirklich ins eigene Leben, und manch einer weiß noch nicht so recht, was ihn erwarte.

„Ich wünsche Euch, dass ihr mit Hoffnung und Zuversicht an euer Leben herangeht, egal wie eure konkreten Planungen und Perspektiven auch aussehen werden.“ Die Botschaft des Konrektors an seine Schüler: „Wer etwas vermeiden will, sucht Gründe. Wer etwas erreichen will, sucht Wege.“

Prems Bürgermeister Herbert Sieber – er sprach für seine Amtsbrüder aus Wildsteig, Steingaden, Burggen und Bernbeuren – sagte: „Was auf Euch zukommt, ist ein Geheimnis.“ Er meinte damit die neue Umgebung der Schüler, neue Kollegen, neue Beziehungen. Sieber empfahl den 52 Schülern: „Genießt den letzten Schultag und die letzten Ferien.“ Er bedankte sich bei den Lehrern, die nicht nur Grundwissen, sondern auch Werte für das weitere Leben vermittelt haben.

Den Schülern gab Sieber mit auf den Weg: „Setzt Euch für Eure Heimat und für die heimischen Vereine ein, macht den Mund auf, wenn ihr ungerecht behandelt werdet.“

Für die Abschlussrede war diesmal Katharina Bader zuständig. „Schön, dass wir die Schinderei, Paukerei und die Klassenarbeiten jetzt hinter uns haben“, sagte sie und ließ die Schulzeit und vor allem die Klassenfahrten und Ausflüge Revue passieren. Und sie erinnerte noch einmal mit viel Witz an die Eigenheiten der jeweiligen Klassenlehrer.

Klassenlehrer Tobias Pruy indes war es vorbehalten, das Abschlussprojekt der 9 B vorzustellen. Es war eine handgefertigte, stabile Holzbank für den Pausenhof. Gefertigt von Jakob Fischer und Franz Leitner. „Es ist gute Tradition, dass die Abschlussklassen etwas Beständiges hinterlassen.“

Die Klassen der vergangenen Jahre hinterließen ein Wandgemälde und die Holzskulptur „Turmhäuser.“

Besonders ausgezeichnet wurden die sechs besten Schüler. Namens der Hirschvogel-Stiftung überreichte Stephanie Klotz Geldpreise (bis zu 300 Euro) an Katharina Bader, Julia Greinwald, Philipp Ott, Tobias Doser, Paul Kögel und Josefine Lerchenmüller.

Jürgen Jahrsdörfer indes war es vorbehalten, Schüler für deren soziales, freiwilligen und unentgeltliches Engagement zu ehren. Für die musikalische Unterhaltung bei der Abschlussfeier sorgten der Chor der Schule und die „Blue Kanister Group.“ Gemeinsam wurde zum Abschluss das irische Segenslied „Möge die Straße uns zusammenführen“ gesungen.

Walter Kindlmann

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