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Fahren in Zukunft Automatik (v.l.): Kommandant Hubert Pfettrisch, Maschinist Wolfgang Weber, Christian Preis (Leiter Atemschutz), 2. Kommandant Florian Stengele und Maschinist Thomas Heiland vor dem neuen LF10-Löschgruppenfahrzeug in Hohenlinden.

Feuerwehr Schwabbruck

Falsches Getriebe in neuem Löschfahrzeug

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Die Schwabbrucker Feuerwehr muss noch etwas länger auf ihr neues Löschgruppenfahrzeug warten als gedacht. Ursprünglich sollte das gute Stück schon im Dezember 2017 im örtlichen Gerätehaus stehen. Jetzt rechnen die Brandschützer erst Ende April mit der Auslieferung. Der Grund: Der Hersteller hat das falsche Getriebe eingebaut.

Schwabbruck – Als Kommandant Hubert Pfettrisch und seine Kameraden von der Schwabbrucker Feuerwehr am vergangenen Freitag nach Hohenlinden reisten, staunten die fünf Männer nicht schlecht. In der Halle der Firma Lencer wird dort derzeit ein MAN-Lkw zu ihrem zukünftigen Löschgruppen-Fahrzeug ausgebaut. Die fünf waren zur Rohbauabnahme des Fahrzeugs gekommen, von der der Kommandant am Dienstag auch dem Gemeinderat berichtete. Er redete nicht lange um den heißen Brei herum: „Die Firma MAN hat das falsche Getriebe eingebaut.“

Auf Anfrage der SN erläutert der Kommandant gestern, dass alles „ein bisserl blöd gelaufen“ sei. Verantwortlich sei wohl eine Lesefehler beim Leistungsverzeichnis, meint Pfettrisch. Wie berichtet, hatten sich die Brandschützer bei der Ausschreibung des Feuerwehrautos für ein Sechs-Gang-Schaltgetriebe entschieden. Das ist nach Angaben des Kommandanten leichter zu bedienen als das Acht-Gang-Getriebe. Vor allem bei Einsätzen, wenn es schnell gehen müsse, sei das sehr wichtig, betont er. Das Problem: In dem Lkw, den die Schwabbrucker bei MAN bestellt hatten, werden gar keine Sechs-Gang-Getriebe verbaut. Die Firma hatte den Wunsch der Feuerwehr vermutlich überlesen und die üblichen acht Gänge eingebaut, glauben die Feuerwehrler in Schwabbruck.

In Hohenlinden war jetzt guter Rat teuer. Zunächst habe man ihnen einen Preisnachlass angeboten, berichtet der Kommandant von den Verhandlungen vor Ort. Für die Brandschützer kam das nicht in Frage. Schließlich haben nicht sie den Fehler gemacht. Sie beharrten darauf, dass das Getriebe ausgewechselt werden muss. „Der Mann vom Vertrieb war sehr kulant“, freut sich Pfettrisch. „Jetzt wird es wohl darauf hinauslaufen, dass wir Automatikgetriebe bekommen“, erläutert der Kommandant. Die Wahrscheinlichkeit dafür taxiert er auf „90 Prozent“. Tritt der unwahrscheinliche Fall ein – also, dass es sich MAN anders überlegt und sich weigert, das Getriebe auszuwechseln – hieße das für die Maschinisten dann aber wohl oder übel „üben, üben, üben“.

Die Gemeinderäte nahmen das Missgeschick erstaunt zur Kenntnis, waren aber beruhigt. Schließlich versprach ihnen Pfettrich, dass auf die Gemeinde keine Mehrkosten zukommen werden. Bekanntlich muss Schwabbruck für das neue Löschfahrzeug einiges auf den Tisch blättern. Im Dezember 2016 hatte der Gemeinderat einmütig die Anschaffung des Löschgruppenfahrzeugs im Gesamtwert von 322 209 Euro beschlossen. 76 058,85 Euro davon gehen für das Fahrgestell an die Firma MAN. Deutlich kostspieliger ist der feuerwehrtechnische Aufbau, der derzeit in Hohenlinden vonstatten geht. Er schlägt mit 192 263,54 Euro zu Buche. Die feuerwehrtechnische Beladung übernimmt die Firma Denzel-Brandschutzservice in Burgenried-Bühl. Kostenpunkt: 53 886,77 Euro.

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