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Die Akteure der Aufstellungsversammlung: Obere Reihe von links Norbert Schreiber, Hubert Waibel, Siegfried Seelos, Hubert Pfettrisch, Martin Ehrl, Christian Huber und Thomas Rehm sowie sitzend von links Peter Fischer, Silvia Richter, Bürgermeister Norbert Essich, Judith Wertheimer und Gotthard Leichte r.

Kommunalwahl 2020: Essich tritt wieder an

Rathauschef Norbert Essich stellt sich in Schwabbruck als einziger Bürgermeisterkandidat zur Wahl. 106 Wahlberechtigte entschieden über die Reihenfolge der Bewerber für den Gemeinderat.

Schwabbruck – Als Bürgermeisterkandidat hat sich in Schwabbruck einzig der aktuelle Rathauschef Norbert Essich aufstellen lassen. „Ich habe schon zur Halbzeit erklärt, dass ich wieder antreten würde“, so Essich bei der Aufstellungsversammlung. Es mache ihm Spaß, im Sinne von Schwabbruck zu handeln, erklärt der heuer 60-jährige Essich, der schon seit 30 Jahren in Schwabbruck lebt. Im Gemeinderat seien viele Dinge angerissen worden, die er verantwortungsvoll zuende führen wolle. „Das wäre schlechter Stil, wenn nicht“, so Essich wörtlich. Ein Beispiel: der Breitbandausbau. „Das Gute ist, dass ich Zeit habe“, so der Bürgermeister.

Breitbandausbau nur mit Fördermitteln erreicht 

„Dass der Bürgermeister nicht da ist, wenn so etwas durchgeführt wird, wie mancherorts, ist für mich unvorstellbar.“ Schwabbruck hat den Breitbandausbau mit Fördermittelzuschüssen erreicht. Ohne Kostenbeteiligung wird jeder Schwabbrucker angeschlossen. „Da sind wir einmalig.“

Ein anderer Erfolg, den die aktuelle Führungsriege im Schwabbrucker Gemeinderat erreichen konnte, ist ein Feuerwehrauto sowie eine behindertengerechte öffentliche Toilette am Friedhof.

Essich bekommt 82 von 105 gültigen Stimmen

In der Wahl zum Bürgermeisterkandidaten waren 105 von 106 Stimmen gültig. Essich konnte 82 Stimmen auf sich vereinen. Vereinzelte Stimmen fielen verstreut auf andere Vorgeschlagene, von denen aber keine in die Nähe des aktuellen Bürgermeisters heranreichte.

Vier der derzeitigen Gemeinderäte lassen sich nicht mehr aufstellen

Bei der Gemeinderatskandidaten-Aufstellung zeigte sich, dass sich vier der aktuellen Räte nicht mehr aufstellen lassen wollen: Max Waldmann, der drei Amtsperioden, also 18 Jahre lang, Gemeinderat war, sechs Jahre davon zweiter Bürgermeister, entschied sich aus beruflichen Gründen gegen eine erneute Aufstellung. Waldmann appellierte an die Jüngeren, sich aufstellen zu lassen. Außerdem traten nicht mehr für den Gemeinderat an Peter Lenk, Erwin Kopp und Martin Strommer.

Kathrin Schäfer


Und das sind die Kandidaten

1. Silvia Richter (Bürokraft), 2. Christian Huber (kaufmännischer Vertriebsangestellter), 3. Hubert Waibel (Kundendienstmonteur), 4. Norbert Schreiber (selbstständiger Dipl. Informatiker), 5. Peter Fischer (Werkzeugmachermeister), 6. Hubert Pfettrisch (Kfz-Meister), 7. Gotthard Leichter (Rentner), 8. Martin Ehrl (selbständiger Landschaftsbauer), 9. Thomas Rehm (Fachgebietsleiter Projektumsetzung), 10. Siegfried Seelos (Maschinenbaumechanikermeister), 11. Judith Wertheimer (Industriekauffrau).

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