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Blau markiert ist die bestehende Trasse, rot der angedachte zum Teil neue Verlauf – gegen die es zum Teil erhebliche Proteste gibt.

Trassenführung 

Stromtrasse: Entscheidung fällt bald

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Mit Spannung warten vor allem die Bürger von Schwabbruck und Schwabsoien auf die neuen Pläne der Lechwerke AG zur Streckenführung der gestoppten Strom-Trasse südlich von Schwabbruck. Im Gespräch waren dafür bekanntlich auch Erdkabel. In den kommenden Wochen wird die Katze aus dem Sack gelassen.

Augsburg/Schongau – Zurzeit fließt der Strom wie gehabt zwischen den beiden Ortschaften Schwabsoien und Schwabbruck hindurch an den Nasen der Bürger vorbei. Das wollte der Versorger bekanntlich schon einmal ändern: mit einer Trasse südlich von Schwabbruck. Doch damit zog die LEW erst recht den Volkszorn auf sich. Allen voran Schwabbrucks Bürgermeister Norbert Essich kämpfte wie ein Löwe für den Erhalt des ungetrübten Alpenblicks. Mit Erfolg: Ende 2015 zog der Stromversorger die Planungen südlich von Schwabbruck fürs erste zurück (wir berichteten).

Seitdem rauchen in Augsburg wieder die Köpfe: „Die verschiedenen Varianten werden ergebnisoffen geprüft“, drückt es LEW-Sprecher Ingo Butters vage aus. Sobald die Bewertungen abgeschlossen seien, werde man zunächst auf die Bürgermeister zugehen, erklärt Butters, ohne ins Detail zu gehen. Immerhin: Schon „in den kommenden Wochen“ soll es soweit sein. Dann wissen die Rathauschefs aus Schwabbruck, Schwabsoien, Altenstadt und Schongau, wohin die Reise geht.

Schwabbrucks Bürgermeister Essichwollte das unlängst schon bei einer LEW-Veranstaltungin Königsbrunn bei Augsburg in Erfahrung bringen; er wurde vertröstet. Der Rathauschef präferiert seit Jahren eine Erdverkabelung südlich von Schwabbruck. „Das wäre die Goldrandlösung“, sagt er. Vor allem, weil seinen Worten nach zwischen Altenstadt und Ingenried „wunderbare Wege“ verlaufen, in denen eine unterirdische Verkabelung problemlos möglich wäre.

LEW-Sprecher Butters sagt dazu nur, dass bei jedem „Erneuerungsverfahren“ auch eine Erdverkabelung geprüft werde. Wie groß die Chancen darauf sind, dass die Schwabsoier und Schwabbrucker in Zukunft gar keine Masten samt Kabeln mehr vor den Augen haben, verrät er nicht: „Die Prüfung läuft noch.“

Auf die unterirdischen Strom-Trassen setzt bekanntlich auch die Staatsregierung beim Transport des Windstroms von Norddeutschland nach Bayern. Und es gibt eine gesetzliche Regelung, die besagt: Wenn eine Erdverkabelung nicht mehr als 2,75 Mal so teuer ist wie eine Freileitung, ist der Stromanbieter dazu verpflichtet, seine Leitung unter die Erde zu legen. Eine solche Regelung gebe es, bestätigt der LEW-Sprecher. Welche Rolle sie im Zusammenhang mit der nun diskutierten Trasse bei Schwabbruck und Schwabsoien spielt, verrät er aber ebenfalls nicht.

Butters verweist jedoch darauf, dass eine Verkabelung, „wie üblich“, auch für den ersten Leitungsabschnitt zwischen Bidingen und Ingenried geprüft worden war. Dort ist das Erdkabel offensichtlich glatt durchgefallen, der Versorger aber mit seinen Planungen ein großes Stück vorangekommen. Das Verfahren läuft, jetzt wird auf den Planfeststellungsbeschluss der Regierung von Oberbayern gewartet. Die Unterlagen liegen davor noch öffentlich in den Gemeinden Bidingen, Schwabbruck und Ingenried aus, beschreibt der Sprecher das Prozedere.

Sobald der Planfeststellungsbeschluss da ist, kann laut Butters mit der Erneuerung der bestehenden 5,2 Kilometer langen Trasse zwischen Bidingen und Ingenried begonnen werden. Statt 22 wird es in Zukunft auf der Strecke nur noch 19 Masten geben. Errichtet werden sogenannte Stahlvollwandmasten, die mit 30 bis 35 Meter etwas höher ausfallen als die derzeitigen, die 25 bis 30 Meter messen. Hintergrund sei unter anderem, dass durch die höheren Masten ein größerer Bodenabstand der Leiterseile erreicht werde. „Das erleichtert die Bewirtschaftung der darunter liegenden Flächen“, nennt Butters den Vorteil für die Landwirte.

Insgesamt nimmt der Stromversorger für den Abschnitt Bidingen-Ingenried 2,2 Millionen Euro in die Hand. Wie viel für den weiteren Verlauf nach Altenstadt und Schongau vorgesehen ist, lässt der Specher offen.

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