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Nun auch öffentlich beschlossen: Die Welfenstraße in Schwabbruck wird 2020 ausgebaut. 

Erschließungskosten

Nach Streit um die „Strebs“: Welfenstraßen-Ausbau in Schwabbruck wird deutlich günstiger

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Die Ersterschließung der Welfenstraße in Schwabbruck wird deutlich günstiger, als von den Anliegern befürchtet. Mit düsteren Blicken verfolgten sie am Montag noch den ersten öffentlich Beschluss des Gemeinderats zu dem umstrittenen Straßenausbau. Gestern verkündete der Bürgermeister dann, was er kosten wird.

Schwabbruck – Es war ein bizarres Bild: Sechs Gemeinderäte und der Bürgermeister wirkten etwas verloren an ihrem Tisch im Sitzungszimmer des Schwabbrucker Rathauses. Im Zuhörerbereich drängten sich dafür knapp 30 Bürger. Mehrere von ihnen mussten stehen, denn auch die eiligst hineingeschleppten Stühle reichten nicht aus.

Lange mussten sie nicht in der unbequemen Stellung ausharren. Rathauschef Norbert Essich peitschte den Tagesordnungspunkt im Eiltempo durch. Er erklärte kurz und knapp, was bereits alles beschlossen und den Anliegern mitgeteilt worden war. Demnach erfuhren sie bei einer Anliegerversammlung, dass der Erstausbau voraussichtlich 414 000 Euro kosten sollte. Massive Proteste folgten, ein Ortstermin wurde einberufen. Das Ingenieurbüro wurde schließlich beauftragt, eine günstigere Ausführungsplanung vorzulegen. Unterm Strich lag man danach bei 304 000 Euro geschätzten Baukosten, die der Gemeinderat dann auch beschloss; zunächst nicht öffentlich.

„Das war falsch auf der Tagesordnung“, bedauert VG-Geschäftsstellenleiter Sebastian Ostenrieder. Der Beschluss hätte seinen Angaben nach in einer öffentlichen Sitzung gefasst werden müssen. Das holte der Gemeinderat nun am Montag nach.

Tagesordnungspunkt in sechs Minuten abgewickelt

Der Tagesordnungspunkt war nach sechs Minuten abgewickelt, anschließend herrschte zunächst eisige Stille im Sitzungssaal. Die Wut der Anlieger war förmlich zu spüren. Sie sind sauer, weil ihre bis dato noch nicht abgerechnete Straße noch vor 2021 ausgebaut wird, andere aber nicht. Nach den Regeln der „Strebs“ dürfen sie also noch zur Kasse gebeten werden.

Einige Gemeinderäte sagten dann doch noch etwas und übten sogar ein wenig Selbstkritik. Der jetzt eingeschlagene Weg sei der richtige, „von der fehlenden Kommunikation abgesehen“, war zu hören. Die Anlieger nahmen es zur Kenntnis und verließen den Sitzungssaal. Darüber müsse man jetzt erst einmal eine Nacht schlafen, sagten sie beim Herausgehen. Wie viel sie letztlich bezahlen müssen, wussten sie aber noch immer nicht.

Submission bringt deutlich günstigeren Preis

Das erfuhren dafür die Gemeinderäte noch am Montag hinter verschlossenen Türen bei der Submission; am Dienstag machte Bürgermeister Norbert Essich das Ergebnis öffentlich. Das günstigste Angebot legte demnach die Firma Strabag vor, die den Zuschlag erhielt. 200 106 Euro Baukosten wurden aufgerufen, davon können laut Bürgermeister Essich noch einmal 11 000 Euro abgezogen werden, weil am Kanal nichts gemacht werden muss. Zusammen mit Ingenieurskosten und Beleuchtung rechnet VG-Chef Ostenrieder letztlich mit einem Gesamtbetrag von zirka 207 000 Euro. Mehr als die Hälfte davon wird aber die Gemeinde tragen, betont er. Zehn Prozent muss sie nach den Regeln der „Strebs“ ohnehin bezahlen. Weitere 47 Prozent machen die Freiflächen aus, für die Schwabbruck die Erschließungskosten übernimmt; die Welfenstraße ist überwiegend nur auf ihrer Westseite bebaut.

Wieviel jeder einzelne Anlieger zu bezahlen hat, kann er sich ab sofort von der Verwaltungsgemeinschaft ausrechnen lassen, erläutert der Rathauschef. Abgerechnet wird, wenn die Straße gebaut ist. Laut Essich werden die Arbeiten bis 7. August 2020 abgeschlossen sein.

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Die Bergstraße in Hohenfurch ist noch nicht ersterschlossen. Das will die Gemeinde jetzt nachholen. Die Zeit drängt, denn nur noch bis 2021 kann sie die Kosten auf die Anlieger umlegen.

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