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Zum letzten Mal auf der Bühne: Peitinger Band Rigoros feiert rauschendes Abschiedskonzert

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Ein letztes Mal auf der Bühne: Die Band „Rigoros“ beim Abschiedskonzert im Schwabbrucker Kuhstall. © Fröhlich

Mit einem rauschenden Abschiedskonzert hat sich die Peitinger Band „Rigoros“ im Schwabbrucker Kuhstall von ihrem Publikum verabschiedet.

Schwabbruck/Peiting – Jetzt ist es quasi amtlich: Die Peitinger Band „Rigoros“, die in fünf Jahren zahlreiche Fans gewinnen konnte, hat sich aufgelöst. „Wir beschließen das mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, sagte Valentin Kirchbichler, Bassist der Band, beim Abschiedskonzert.

Das weinende Auge, weil ein gemeinsamer Lebensabschnitt zuende geht, das lachende, weil jeder der fünf jungen Musiker sich jetzt voll und ganz neuen Zielen widmen kann. Bandgründer, Pianist und Schlagzeuger Leo Brennauer studiert seit September Filmkomposition in Zürich, Schlagzeuger Matthias Waldner, ebenso ein Mann der ersten Stunde, macht in Augsburg eine Ausbildung zum Techniker.

Gitarristin und Sängerin Theresa Schauer studiert Gitarre in Nürnberg und war erst mit einer anderen Band auf Tour. Posaunist Lukas Linder macht eine Ausbildung zum Blechblasinstrumentenbauer, und Valentin selbst studiert in Wien Philosophie und Theologie. Die Wege und Wohnorte der Bandmitglieder sind also weit auseinandergedriftet.

Was einmal als Schülerband unter dem Namen „Monument of Sun“ begann, ist nun Geschichte. „Wir haben so viel Zeit miteinander verbracht und viel miteinander erlebt“, sagt Kirchbichler. Unvergesslich das Erlebnis, als Vorband von „Labrassbanda“ vor 3000 Menschen spielen zu dürfen.

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Das Publikum im Kuhstall ging voll mit und konnte vor allem die alten Lieder auswendig mitsingen. © Fröhlich

Oder die zwei Wochenenden in Wien, zu denen die Ottakringer Brauerei die Band eingeladen hatte. Mit dem Bus von der Mama und mit leerem Posaunenkoffer war „Rigoros“ beim ersten Mal angereist, und Lukas hatte richtig Stress, um noch rechtzeitig vor dem Auftritt ein Instrument aufzutreiben.

Ebenfalls eine bleibende Erinnerung war der Auftritt bei der Musiknacht in Neuburg an der Donau: Von einer riesigen Halle aus war die Band mit den Worten „ach, da spielt Ihr ja gar nicht“ in immer kleinere Räume geführt worden. Endpunkt und Bühne war dann eine kleine Bar, die eigentlich eine Baustelle war und in der sich die Bühne hinter einem Geländer befand. Der Abend war trotzdem gut, auch wenn der Türsteher die fünf nach der Pause beinahe nicht mehr reingelassen hätte, weil sie keinen Stempel hatten.

Derartige Pannen gab es beim letzten Auftritt nicht: „Heute haben Dinge geklappt, die haben vier Jahre lang nicht geklappt. Und der Valentin hat noch keinen Texthänger gehabt“, wunderte sich Leo Brennauer.

Mit den ganzen alten und neueren „Rigoros“-Stücken, die von einigen Besuchern im vollen Saal auswendig mitgesungen wurden, heizte die Band ihrem treuen Publikum noch einmal richtig ein. Ein besonderer Dank ging auch an Basti Keller, in dessen Tonstudio in Altenstadt fast alle Titel aufgenommen wurden. „Wenn Du nicht wärst, wäre ,Rigoros’ eine Coverband geblieben“, so Brennauer. Er bedankte sich im Namen der Band für die Tipps und Unterstützung.

Auch Felix Baab (Bandfotos), Andi Bierl (Musikvideos) und die unverzichtbaren Helfer Raid und Mustafa sowie Eltern und Unterstützer blieben nicht unerwähnt. Ob es die Band jetzt wirklich nicht mehr geben wird? „Nichts ist für immer, aber zumindest vorerst“, so Brennauer orakelhaft. Man darf also gespannt sein.

VON URSULA FRÖHLICH

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