Steht mit seinem Musikkabarettprogramm „Wurst statt Käse“ am 17. Mai auf der Bühne im Kuhstall: das Landsberger Herrenquartett Mistcapala.

Neues Programm vorgestellt

Kulturfrühling im Schwabbrucker „Kuhstall“ wagt Experimente

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Ob Austro-Pop, Kabarett oder Improtheater: Der Kulturfrühling im Schwabbrucker Kuhstall lockt ab Ende April wieder mit einem bunten Streifzug quer durch die Genres. Schäferwirt-Inhaber und Veranstalter Stephan Kögl wagt dabei einige Experimente – und widmet sich einem ernsten Thema.

Schwabbruck – Zum Auftakt geht es im Kuhstall gleich einmal auf Zeitreise. In Erinnerung an die frühere Schongauer Kult-Rock-Disco „Grieche“ wird am 30. April in den Mai getanzt. „Viele haben mich angesprochen, ob man nicht mal sowas machen könnte“, sagt Stephan Kögl über den ungewöhnlichen Auftakt. Dahinter stecke das Bedürfnis nach Musik aus dieser Zeit, weiß der Veranstalter, und das soll an diesem Abend nicht zu kurz kommen. Ein DJ, der schon im Original die Platten auflegte, wird im Kuhstall mit Classic Rock einheizen.

Musikalisch in eine ganz andere Richtung geht’s am 3. und 10. Mai, wenn die Austro- Pop-Bands „Fluchtachterl“ und „Bluatschink“ zu Gast in Schwabbruck sind. Für das österreichische Gitarrentrio Fluchtachterl, das mit Liedern der großen Idole Ambros und Fehndrich die Herzen des Publikums höher schlagen lässt, ist der Auftritt im Kuhstall eine Premiere. Bluatschink dagegen ist hierzulande längst kein Unbekannter mehr. Berühmt für sein Kinderprogramm habe auch die Erwachsenen-Version des Liedermachers Toni Knittel längst viele Fans gefunden, weiß Kögl. Der erste Auftritt im Kuhstall sei „grandios“ gewesen, entsprechend groß ist laut Veranstalter die Nachfrage nach Tickets.

Musik allein ist dem Landsberger Herrenquartett „Mistcapala“, das am 17. Mai nach Schwabbruck kommt, zu wenig. Ihr Kabarettprogramm steht unter dem Motto „Wurst statt Käse“ und dürfte für ein volles Haus sorgen, ist sich Kögl sicher. „Die waren schonmal als Geheimtipp hier“ – ein Status, über den die Landsberger freilich längst hinaus sind.

Musikalisches „Double Feature“

Ein musikalisches „Double Feature“, wie es Kögl nennt, steht am 24. und 26. Mai auf dem Programm. Mit „Muddy What?“ steht am Freitag eine waschechte Blues-Band auf der Bühne, die zeige, dass man nicht alt und lebenssatt sein müsse, um Blues zu spielen, sagt Kögl, der sich schon auf das Kuhstall-Debüt der drei jungen Musiker freut. Am Sonntag nimmt dann das Gitarren-Folk-Duo „Oak Hill Road“ sein Publikum mit bewegten und bewegenden Melodien mit auf die musikalische Reise. „Das ist etwas fürs Herz.“

Einer, der schon mehrmals die Zuschauer im Kuhstall begeistert hat, ist Josef Brustmann. Diesmal ist der Kabarettist am 29. Mai mit seinem neuen Programm „Das Leben ist kurz – kauf die roten Schuh“ zu Gast. „Das ist ein richtiges Highlight“, freut sich Kögl. Brustmann brilliere nicht nur musikalisch, sondern auch mit seinem überragenden politischen Gespür. Das komme an beim Publikum, in der Vergangenheit sei jede Vorstellung ausverkauft gewesen.

Noch nicht so lange im Rampenlicht steht dagegen die Band „Wamba Brass Club“, für die sich junge Musiker aus Steingaden und Umgebung zusammengetan haben. Am 31. Mai geben sie im Kuhstall ihre frisch aufgenommenen Songs zum Besten. „Sie spielen in klassischer Rock-Besetzung mit Bläsern – eine grandiose Mischung“, freut sich Kögl aufs Kuhstall-Debüt der Newcomer.

„Verrückte Geschichte“ aus Landsberg

Eine „verrückte Geschichte“ werde der Auftritt des Landsberger Ensembles „Zum blauen Veilchen“ am 7. Juni, ist sich Kögl jetzt schon sicher. Dazu passt der Titel des Musikkabaretts: „Einer dreht immer am Rad“. Eine Mischung aus derb, lyrisch, albern, politisch, psychologisch und theatralisch. „Da werden sich die Geister scheiden“, ahnt der Veranstalter, doch solche Experimente gehörten zur Kleinkunst dazu.

Ein Experiment ist auch die nächste Premiere am 28. Juni, wenn das Landsberger Improtheater „ImproLLetten“ den Kuhstall in seine Bühne verwandelt. „So etwas hatten wir noch nicht, ich bin gespannt, wie das Publikum das annimmt“, sagt Kögl.

Gleiches gilt für den Abschluss des diesjährigen Kulturfrühlings am 30. Juni, der diesmal einem ernsten Thema vorbehalten ist. „Depressionen leicht gemacht“ ist das Programm des Hamburgers Armin Sengbusch überschrieben. Normalerweise liege das Augenmerk auf regionalen Künstlern, sagt Kögl, doch das Thema Depression liege ihm sehr am Herzen. „Jeder kennt jemanden, der darunter leidet.“ Sengbusch sei selbst chronisch depressiv und versuche auf humorvollem Weg, den Zugang zur Krankheit zu erleichtern. Ein Schlusspunkt, der es in sich hat.

Jetzt Karten sichern

Karten für alle Veranstaltungen gibt es ab sofort im Vorverkauf im Gasthaus Schäferwirt, bei den Schongauer Nachrichten, in der Buchhandlung am Bach in Peiting und in der Buchhandlung am Lech in Lechbruck.

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