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An der Dorfstraße lässt ihn Gerald Siegl wieder aufbauen.

Gemeinderat Schwabbruck 

Weg für Wohn-Turm ist frei

Es war sein Kindheitstraum, aus Kleinem etwas ganz Großes herauszuholen. Jetzt wird dem 39-jährigen Software-Entwickler Gerald Siegl dieser Traum erfüllt. Schwabbrucks Gemeinderat hat den Neubau eines Wohnturmes an der Dorfstraße einstimmig genehmigt.

Schwabbruck – Bei dem Bauwerk auf einer Fläche von 2,3 mal 2,3 Meter handelt es sich um den Trafo-Turm in der Schwabbrucker Bahnhofstraße. Der Gemeinde und auch Gerald Siegl wäre es am liebsten gewesen, wenn der Turm am angestammten Platz bleiben könnte. Das geht aber nicht, weil Michael Magg dort schon sein Bauvorhaben verwirklicht.

Der Trafo-Turm wird von der Lechwerke AG (LEW) schon länger nicht mehr benötigt, die Stromleitungen sind unterirdisch verlegt worden. Erforderlich ist lediglich ein Verteilerkasten, der bereits neben dem Turm steht. Gerald Siegl hatte zwei Plätze im Ort für den Trafo-Turm ausgesucht, die allerdings der Gemeinde gehören. Daraus ist auch nichts geworden: Wie Bürgermeister Norbert Essig erläuterte, ist bei dem einen nahe des Feuerwehrhauses die Abstandsfläche nicht gewahrt, bei dem anderen nahe des Maibaumes sind die Nachbarn nicht einverstanden. Sie wollten den acht Meter hohen Turm nicht vor ihrer Haustüre haben.

Der Trafo-Turm steht derzeit noch an der Schwabbrucker Bahnhofstraße.

Bereits in der Sitzung des Gemeinderates im April dieses Jahres hatte Siegl vorgeschlagen, den Turm auf dem eigenen Grundstück aufzubauen. Damit ist der Gemeinderat jetzt einverstanden. Das Siegl-Grundstück an der Dorfstraße ist rund 800 Quadratmeter groß. Etwa 400 Quadratmeter sind bebaut, der Platz, den Siegl für den Aufbau des Turmes ausgesucht hat, ist 2,5 Meter von der Dorfstraße entfernt. „Dieser Turm fügt sich an dieser Stelle gut ins Ortsbild ein“, sagt Bürgermeister Essich.

Der Turm verfügt über drei Geschossflächen plus Dachgeschoss. Die Raumaufteilung von unten nach oben: Küche, Bad, Wohnzimmer und Schlafzimmer. Aus der ursprünglich von Siegl vorgesehenen Hochzeits-Suite wird nun eine Ferienwohnung der besonderen Art.

Nach dem ursprünglich von Gerald Siegl vorgesehenen Zeitplan sollte der Turm bereits zur Nutzung umgebaut sein. Das Problem ist, dass es über die Art des Baus keine Unterlagen gibt. Erst wenn der Deckel, also das Dach, abgenommen ist, besteht Klarheit. „Dann sehen wir ob die Teile verklebt oder verschraub sind“, erläutert Siegl. Wie auch immer. Der Turm wird Teil für Teil abgebaut und auf dem Siegl-Anwesen wieder aufgebaut. Wahrscheinlich wird es 2018, befürchtet der Bauherr, der zudem befürchtet, dass die seinerzeit veranschlagten rund 40 000 Euro Baukosten auch nicht ausreichen werden.

Walter Kindlmann

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