Der Schwabbrucker Haushalt wurde verabschiedet.
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Der Schwabbrucker Haushalt wurde verabschiedet.

Gemeinderat

Schwabbrucker Haushalt 2021 mit Verspätung verabschiedet

  • Elena Siegl
    VonElena Siegl
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Die Gemeinde Schwabbruck hat den Haushalt für das laufende Jahr verabschiedet. Die Corona-Krise wirkt sich bislang nicht auf die Steuereinnahmen im Ort aus, wie Kämmerin Andrea Sepp unter anderem erklärte.

Schwabbruck – In der jüngsten Schwabbrucker Gemeinderatssitzung stellte Andrea Sepp, Kämmerin der Verwaltungsgemeinschaft Altenstadt, den Haushalt für das Jahr 2021 vor. So spät sei man in der Gemeinde noch nie dran gewesen, entschuldigte sich Sepp gleich zu Beginn. Durch Corona und viele neue Förderungsprogramme sei das Ganze aber etwas in den Hintergrund gerutscht.

Der Haushaltsplan 2021 schließt im Verwaltungshaushalt in den Ein- und Ausgaben mit 1,65 Millionen Euro ab. Im Vermögenshaushalt sind es 1,75 Millionen – weniger als im Vorjahr (2,39 Millionen Euro). Trotzdem schaffe man knapp einen Überschuss. „Eine Kreditaufnahme ist nicht vorgesehen“, erklärte Andrea Sepp. Die Pro-Kopf-Verschuldung soll bis Ende des Jahres reduziert werden. Im Jahr 2020 lag diese bei 1665 Euro.

Die Grundsteuer A wird wie im Vorjahr mit 11 200 Euro angegeben, die Grundsteuer B mit 80 000 (im Vorjahr waren es 79 000 Euro). Bei der Gewerbesteuer plant Schwabbruck mit Einnahmen von 100 000 Euro. Im Vorjahr wurden wegen der Corona-Krise nur 60 000 Euro erwartet, statt wie im Jahr 2019 rund 107 000 Euro. Man habe die Summe aber wieder nach oben angehoben, weil Corona sich momentan nicht wie befürchtet auf die Betriebe in Schwabbruck auswirke, sagte Sepp. Im vergangenen Jahr konnte man nämlich 95 054 Euro an Gewerbesteuer verbuchen – rund 35 000 Euro mehr als erwartet.

Eine Schlüsselzuweisung über 310 000 Euro (im Vorjahr 331 368 Euro) ist für die Gemeinde vorgesehen. Die Kreisumlage wird mit 546 330 Euro (505 882 Euro) angesetzt.

99 434 Euro sollen heuer vom Verwaltungshaushalt dem Vermögenshaushalt zugeführt werden. Rund 243 000 Euro können voraussichtlich der Rücklage zugeführt werden.

Viele Projekte gemacht und geplant

Für den Kindergarten, der wie berichtet erweitert werden soll, sind heuer 120 000 Euro im Haushaltsplan enthalten. Die Planungen sollen im September starten.

Wie bei allen anderen Summen gelte, dass eine Hausnummer genannt werden müsse, so Bürgermeister Norbert Essich. Wenn man dann weniger brauche, sei das nicht schlimm. „Aber lieber mehr ansetzen und auf das Geld zugreifen können, wenn es benötigt wird.“

Zum Thema Abwasserbeseitigung sei zu sagen, dass diese „kostendeckend zu führen ist“, so Sepp. Die Einnahmen sind mit 65 442 Euro veranschlagt, die Ausgaben mit 82 000 Euro. Im Vorjahr lag beides bei 54 700 Euro. Durch den Anschluss an die Kläranlage Schongau seien die Gebühren aktuell nicht mehr passend. Die Differenz von rund 16 000 Euro werde heuer aus den Rücklagen entnommen. Langfristig werde man die Abwassergebühren neu kalkulieren müssen – das sei zum Jahresanfang 2022 geplant.

Was die Wasserversorgung anbelangt, wird es kein Defizit geben. „Das ist nicht selbstverständlich“, sagte Essich. Sowohl auf Einnahme- als auch auf Ausgabeseite sind jeweils 36 615 Euro veranschlagt.

Für die Baukosten der Druckleitung nach Schongau stehen heuer 150 000 Euro, sowie im Jahr 2022 noch 100 000 Euro im Finanzplan für mögliche restliche Maßnahmen wie die Verfüllung. „Eine reine Planung“, so Sepp. Für Sanierungsarbeiten im Gemeinschaftshaus sind heuer 100 000 Euro im Finanzplan berücksichtigt.

Auch wenn man viel gemacht habe und plane, sei kein Projekt als Luxus zu verstehen, sagte Essich. Für viele Investitionen gab es demnach Förderungen – „und wo nicht, waren die Arbeiten einfach notwendig, damit es weitergeht“, so der Rathauschef. „Wir sind weit weg von Schickimicki.“

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