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Marcel Reintsch (li.) und Hubert Pfettrisch werden auch in diesem Jahr wieder dazu gehören, wenn zum 26. Mal die Johanniter Weihnachtstrucker Richtung Osteuropa rollen.

Johanniter-Aktion

Schwabbrucker Weihnachtstrucker bringen über 1400 Pakete nach Bosnien

Weihnachten steht vor der Türe. Das Fest, an dem man sich eigentlich Ruhe gönnen sollte. Kommt für Marcel Reintsch und Hubert Pfettrisch aus Schwabbruck nicht in Frage: Sie fahren wieder als Weihnachtstrucker nach Bosnien, um im Rahmen der Johanniter-Aktion Pakete zu hilfsbedürftigen Menschen zu bringen – ehrenamtlich natürlich.

Schwabbruck – Marcel Reintsch ist mit Haut und Haaren Berufskraftfahrer. Das ganze Jahr über ist er mit seinem Viehtransporter in Europa unterwegs. Selbst über Weihnachten wird er sich wieder auf seinen Kutschbock setzen, um heuer zum 12. Mal Richtung Bosnien zu fahren.

Mit ihm als Beifahrer wie gewohnt Hubert Pfettrisch, seines Zeichens Kommandant der Feuerwehr Schwabbruck, unterwegs. Los geht’s für die beiden am 26. Dezember. Nach einem gemeinsamen Gottesdienst in Landshut, an dem alle Fahrer der gut 40 Trucks und die Hilfskräfte teilnehmen, wird aufs Gaspedal getreten. Gute 2500 Kilometer in Richtung Bosnien müssen bewältigt werden, zum Teil herrschen dort noch katastrophale Strassenbedingungen. „Aber wir werden das Kind schon schaukeln“, ist die Devise der beiden Männer. Schließlich sollen die über 1400 Pakete, die sie wieder laden werden, unversehrt bei den Menschen dort ankommen.

Noch bis 23. Dezember können Pakete abgegeben werden

Apropos Pakete: Die können noch bis zum 23. Dezember in Schongau in der MöbelCentrale und in Schwabbruck in der Bäckerei Feustle abgegeben werden. Und wer mit Reintsch & Pfettrisch noch ein paar gemütliche Stunden bei Glühwein und Grillwürsten zusammensitzen und sich von ihnen verabschieden möchte, kann dies am 23. Dezember ab 16 Uhr am Schwabbrucker Feuerwehrhaus tun. Vor allem können auch dort noch bis zur letzten Minute fertige Pakete abgegeben werden.

Packliste muss eingehalten werden

In Zusammenhang mit der Bestückung der Pakete hat Pfettrisch wichtige Hinweise: „Die vorgegebene Packliste muss unbedingt eingehalten werden“, sagt er. Diese kann unter www.johanniter.de/weihnachtstrucker eingesehen werden. Keinesfalls dürfen frische Wurst-, Fleisch- oder Käsewaren eingepackt werden. Gefragt sind haltbare Lebensmittel wie Zucker, Mehl, Reis, Nudeln oder Schokolade. „Dabei bitte auf das Haltbarkeitsdatum achten, sonst macht uns der Zoll Probleme“, ergänzt Reintsch. Duschgel, Handcreme oder Zahnbürsten und Zahnpasta sind ebenfalls begehrte Dinge. Als Geschenk für Kinder sind Malblock und Malstifte beliebt. „Der Inhalt der Pakete ist auch aus dem Grund vorgegeben, dass alle Empfänger an den Zielorten gleich beschenkt werden und sich niemand benachteiligt fühlen soll“, so Reintsch weiter.

An Silvester wieder zurück in der Heimat

Als Weihnachtstrucker ist er ein alter Hase, der bei seinen Fahrten schon viel Lehrgeld bezahlen musste: „Wegen eines Pakets, das der Zoll herausgefischt hat, weil es mit frischen Lebensmitteln bestückt war, mussten wir einen Teil des Anhängers abladen“, erinnert er sich. Bei Kälte und Schneetreiben.

Wenn alles nach Plan verläuft, werden Reintsch & Pfettrisch zu Silvester wieder in Schwabbruck sein. Sicherlich wieder mit ganz vielen berührenden Eindrücken.

VON HANS-HELMUT HEROLD

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