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Prächtig anzusehen war der morgendliche Kirchenzug der Schwabbrucker zum Feldgottesdienst auf der Alfons Kollek-Sportanlage.

50 Jahre TSV Schwabbruck

Beim Jubiläum feiert der ganze Ort mit

Mit einem Programm über drei Tage hat der TSV Schwabbruck mit seinen fünf Abteilungen sein 50-jähriges Gründungsjubiläum gefeiert. 630 Mitglieder zählt der TSV. Bei knapp 1000 Einwohnern sind also mehr als die Hälfte der Dorfbewohner mit ihrem Sportverein verbunden.

Schwabbruck – Nach der Roland Hefter-Show am Freitag und dem Turniertag am Samstag war der Sonntag der eigentlich Festtag zum Gründungsjubiläum des TSV Schwabbrucvk. Vormittags der Kirchenzug, zu dem sich die Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine, die politische Prominenz aus dem Ort und den benachbarten Gemeinden sowie nahezu das halbe Dorf mit eingereiht hatten. Den anschließenden Feldgottesdienst auf der Alfons Kollek-Sportanlage hat Pfarrer Karl Klein zelebriert.

Mit Liedern aus dem Bläserbuch zum Gotteslob hat die Schwabbrucker Musikkapelle mit Dirigent Holger Zwick den Gottesdienst musikalisch gestaltet. Für die Festansprachen und die Ehrungen sowie für das gesellige Beisammensein war ein Ortswechsel ins große Festzelt neben dem Sportheim angesagt.

Für Schwabbrucks Bürgermeister Norbert Essich ist der TSV mit seinen Abteilungen „ein weit sichtbares Aushängeschild“. Zwar ein im Vergleich zu den Vereinen der Umgebung noch junger Verein, „aber durchaus auf deren Augenhöhe“. Essich dankte der Vereinsführung für deren unermüdliche Arbeit zum Wohle der Gemeinde.

Franz Schlesinger sagte, der TSV könne mit Stolz auf die 50 Jahre zurückblicken. Der Vertreter des Bayerischen Landes-Sportverbandes (BLSV) regte an, dem Strukturwandel rechtzeitig entgegenzuwirken. Im Klartext: Auf Kindergarten und Schule zugehen und für ältere Menschen passende Angebote einzurichten. Der TSV , so Schlesinger, sei mit seinen Angeboten zukunftsorientiert für die nächsten Jahre ausgerichtet.

50 Jahre TSV 67 ließ mit Martin Leier der erste Vorsitzende im Schnelldurchlauf Revue passieren. 1967 wurde dem TSV zum Wohle der Jugend von 58 sportbegeisterten Schwabbruckern im Gasthaus Frank Leben eingehaucht. Der Grund für die Gründung sei auch gewesen, dass die jungen Sportler in den benachbarten Gemeinden keine Anerkennung gefunden hätten. Erster Vorsitzender war damals Alfons Kollek. Ihm folgten Wolfgang Leier, Günter Lang und Johann Köhler. Seit 2014 ist Martin Leier an der Spitze des TSV mit seinem fünf Abteilungen Fußball, Tennis, Schach, Ski und Eisstock.

Der TSV, so Leier, stelle sich den gesellschaftliche Herausforderungen in der Gemeinde. Leier bedankte sich bei allen, die mitgeholfen haben, das Jubiläumsfest mit dem üppigen drei Tage-Programm zu gestalten. Leier verriet auch seine Gefühle für den TSV: Freude, Stolz und Dankbarkeit. „Ich bin dankbar, Vorsitzender dieses Vereins zu sein.“ Anhaltender Applaus der knapp 300 Besucher im Festzelt.

Zuvor beim Gottesdienst hatte Pfarrer Karl Klein gesagt, er sei beeindruckt von denen, die in die Abteilung Fußball eintreten „obwohl sie wissen, dass sie keine Messis werden“. Aber es sei nicht die Elite, die bestimme, Gott zu erkennen. „Alle sind aufgerufen, ihr Leben mit Gott zu teilen.“ Bei den Fürbitten sagte Stefan Köhler: „Gott schenke uns Zuversicht, dass wir mit dem Tod nicht ausgespielt haben.“

Walter Kindlmann

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