+
Große Gesten, tolle Stimmen und viel Swing: Mit dieser Mischung begeisterte der Don Camillo-Chor im Kulze.

Konzert im Kulze Schwabniederhofen

Chorerlebnis der besonderen Art im Kulze

Schwabniederhofen - Ein Chorerlebnis der Extraklasse erlebten rund 80 Besucher im Schwabniederhofener Kulturzentrum Kulze: Der Don Camillo-Chor aus München präsentierte dort einen Mix aus Jazz und Pop, mit dem er die Besucher förmlich zu Begeisterungsstürmen hinriss.

„I like this! Ah ah ah!“: Diese kurze Liedzeile, mit der die Sänger die Bühne nacheinander bezogen, konnte gut als Motto für das ganze Konzert durchgehen. Die auf der Bühne liebten ganz offensichtlich das, was sie da taten: Nämlich singen aus vollem Herzen und mit enormer Begeisterung. Und das Publikum ließ sich anstecken und kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus.

Was da auf der Bühne live präsentiert wurde, klang großteils so perfekt, als käme es von einem Tonträger und nicht aus über 20 Kehlen. „Ich habe mich immens gefreut, hier zu sein. Bergblick, grüne Wiesen, Sonnenschein“, witzelte Chorleiter Matthias Seitz in Anbetracht der Wetterlage, die allenfalls den Blick auf die grüne Wiese zuließ. Der Chor hatte aber die Lösung parat. Seine Interpretation des Spider Murphy-Hits „Sommer in der Stadt“ ließ den Zuhörern warm ums Herz werden und übertrumpfte das Original locker um Längen.

Ebenfalls reines Hörvergnügen bedeuteten Leonard Cohens „Hallelujah“, der Nat King Cole-Hit „L-o-v-e“ und der „The 5th Dimension“-Song „Stoned Soul Picnic“ in der Don Camillo-Bearbeitung. Einen kleinen Werbeblock für das neue Kinderprojekt des Chors unter dem Motto „Kinder haben ein Recht auf gute Musik“ gab es mit dem Titel „Kasimir der Lavastein“.

Die Tatsache, dass der Chor in den 20 Jahren seines Bestehens bereits „fünf Chorleiter verschlissen“ hat, wurde mit dem etwas abgewandelten Titel „50 Ways to Leave Your Quire“ humorvoll auf die Schippe genommen. Hier kam auch wieder ein besonderes Show-Element des Don Camillo-Chors zum tragen, dessen Sänger fast zu jedem Titel eine neue Aufstellung nahmen und die Lieder teils mit dramatischen Gesten untermalten. Chorleiter Matthias Seitz fand sich plötzlich umringt und musikalisch bezirzt von holder Weiblichkeit.

Gleich danach präsentierten die Chor-Frauen selbstbewusst den Ina Müller-Titel „Ja ich will“. Einen starken Auftritt hatte Tenor Mike Senior bei dem Jazz-Standard „Minnie the Moocher“ und dem Udo Jürgens-Titel „If I Never Sing Another Song“. Er war aber bei weitem nicht die einzige herausragende Stimme, über die der Chor verfügt. Immer wieder setzten kleine Soli Glanzpunkte. Als Zugabe gab es außerdem den Rammstein-Song „Engel“ in einem ganz besonderen Arrangement.

Mit tosendem Applaus und stehenden Ovationen forderte das Publikum noch eine weitere Zugabe ein, ein Mundart-Lied, bevor der unterhaltsame Abend endgültig sein Ende fand.

Ursula Fröhlich

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bernbeurer Bürger sollen Gemeinde mit Votum unterstützen
Jetzt sind die Bernbeurer Bürger gefragt: Sie dürfen am 2. Juli an die Wahlurnen gehen und darüber abstimmen, ob sich die Gemeinde weiterhin für einen Verbrauchermarkt …
Bernbeurer Bürger sollen Gemeinde mit Votum unterstützen
Streit nach missglücktem Maibaumdiebstahl
Dass Brauchtum bitter ernst werden kann, erleben derzeit die Apfeldorfer Trachtler und die Mitglieder des Maibaumvereins Leeder: Nachdem die Leederer versucht hatten, …
Streit nach missglücktem Maibaumdiebstahl
Mary Lou ist zweitbeste Band
Schon im Vorfeld hatten die vier Jungs von Mary Lou die Jury mit Leichtigkeit überzeugt – die Band aus Schwabsoien war direkt und ohne Umwege in das Finale des Contests …
Mary Lou ist zweitbeste Band
Vereidigung von Soldaten wieder auf Marienplatz
„Die Soldaten der Franz-Josef-Strauß-Kaserne kommen aus der Mitte unserer Bevölkerung und gehören zu unserer Gesellschaft“, sagt Schongaus Bürgermeister Falk Sluyterman, …
Vereidigung von Soldaten wieder auf Marienplatz

Kommentare