Schwabsoien bekommt neuen Kindergartenbus

Schwabsoien/Sachsenried - orgen macht den Schwabsoiern der Zustand des Kindergartenbusses. Steinschlag, Rost und der Kurzstreckenbetrieb haben ihm arg zugesetzt. Jetzt soll ein Neuer her.

14 700 Mark hat der aktuelle, zehn Jahre alte Kindergartenbus der Gemeinde Schwabsoien gekostet, als er 2001 gebraucht gekauft wurde. Seitdem verkehrt er vier Mal am Tag zwischen dem Kindergarten Schwabsoien und dem Ortsteil Sachsenried. Von dort bringt er die Kinder, die nicht von den Eltern gefahren werden können, in den Kindergarten und wieder zurück. Rund 9000 Kilometer legt er im Jahr etwa zurück, derzeit beträgt der Kilometerstand rund 150 000 Kilometer.

Wie Gemeinderat Herbert Wohlhaupter, Kfz-Meister, der sich ehrenamtlich um den Bus kümmert, ausführte, haben vor allem die Kanalisationsarbeiten in Schwabsoien dem Bus zugesetzt: Viele Steinschläge und „abnormal viel Rost“ seien die Folge, Reparaturen häuften sich. „Das Auto ist fahrtauglich und sicher, aber bald kein Aushängeschild mehr für die Gemeinde“, so sein Fazit.

Wie Schwabsoiens Rathauschef Konrad Sepp erklärte, ist der Bus-Betrieb für die Gemeinde eine wichtige Sache: „In Zeiten des elterlichen Wahlrechts beim Kindergarten sollten wir unseren Kindergarten voll kriegen“, sagte er. Und der Bus sei ein gutes Mittel, die Einrichtung attraktiv zu halten. „Derzeit haben wir eine Belegung von 49,5 Kinder, ausgelegt ist er auf 50“, so Sepp weiter. Davon kommen zwölf aus Sachsenried. Siegfried Neumann sprach sich wie Sepp für ein Beibehalten des Busbetriebes aus. „Nicht jede Familie aus Sachsenried kann ihr Kinder täglich in den Kindergarten fahren. Stellen wir den Busbetrieb ein, würden wir sozial schwache Familien benachteiligen“, sagte er. Und so folgte der einstimmige Beschluss, den Busbetrieb aufrechtzuerhalten.

Einig waren sich die Gemeinderäte auch, einen neuen „Gebrauchten“ zu kaufen. Dafür muss die Verwaltung jetzt passende Angebote suchen, die Preis-Obergrenze sollte bei 25 000 Euro liegen. Sollte sie fündig werden, sind der Bürgermeister und seine Vertreter ermächtigt, „zuzuschlagen“.

Der aktuelle Kindergartenbus soll dann verkauft werden, der angestrebte Verkaufspreis soll über eine Fahrzeug-Bewertung ermittelt werden.

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