In Schwabsoien bleiben die Kindergartengebühren gleich, der Bus wird teurer

Schwabsoien - Gute Nachricht für die Eltern von Kindergarten-Kindern in Schwabsoien und Sachsenried: Sie müssen im Kindergartenjahr 2012/13 keine höheren Gebühren bezahlen.

Voll ausgelastet ist derzeit der Schwabsoier Kindergarten. Und das ist auch gut so, wie Bürgermeister Konrad Sepp in der jüngsten Gemeinderatssitzung erklärte: „Wenn der Kindergarten gut ausgebucht ist, können wir auch das Kindergarten-Defizit verringern.“ In Zahlen: Zahlte die Gemeinde im Kindergartenjahr 2009/10 noch rund 107 500 drauf, waren es im vergangenen Jahr, seitdem die Einrichtung ausgelastet ist, nur noch rund 90 600 Euro. „Deswegen müssen wir aufpassen und die Einrichtung attraktiv halten, weil die Eltern ihre Kinder dahin schicken können, wo sie wollen.“

Derzeit werden für ein Kindergartenkind für eine tägliche Betreuungszeit von drei bis vier Stunden im Monat 60 Euro fällig. Wird es vier bis fünf Stunden betreut, werden 65 Euro fällig. Höchstbetrag ist für bis zu sieben Stunden Betreuungszeit 75 Euro im Monat, hinzu kommen drei Euro Spielgeld. Eltern von Kindern der Altersklasse U3 zahlen für zweimal drei bzw. dreieinhalb Stunden in der Woche 30 bzw. 40 Euro.

Mit diesem moderaten Gebühren, so Sepp, liege man im Vergleich mit den umliegenden Gemeinden absolut im Durchschnitt. „Deswegen plädiere ich auch dafür, die Elternbeiträge für das Kindergartenjahr 2012/13 so zu belassen. Im nächsten Jahr können wir dann über eine Anpassung reden.“

Rudolf Kögel sah das genauso, sagte aber: „Die Sachsenrieder zahlen nur acht Euro für die Busbeförderung im Monat. Wir leisten uns jetzt einen neuen Bus für diese Kinder, da könnten wir auch diesen Betrag nach oben setzen.“ Ähnlich sah es Ulrich Starker: „Der Bus ist ein extrem defizitäres Luxusgut. Und in Zeiten von extrem hohen Benzinpreisen ist es o.k., den Beförderungspreis auf 15 Euro im Monat raufzusetzen.“

„Vorsicht, liebe Leute“, warnte Sepp vor dem Weg der Diskussion, „die Buskosten machen bei der ganzen Sache den meisten Ärger, weiß ich aus Erfahrung. Und außerdem: Das Defizit werden wir weder mit acht noch mit 15 Euro verringern können.“

„Das ist schon eine sehr günstige Sache für die Sachsenrieder Kinder“, wandte Manfred Schmid ein. „Die werden zuhause abgeholt und in den Kindergarten gefahren. Eine mäßige Anhebung der Kosten um 50 Prozent halte ich für gerechtfertigt.“ Zustimmung erhielt er von Herbert Wohlhaupter: „Eine Erhöhung ist durchaus gerechtfertigt und kann jetzt bei den horrenden Spritpreisen am besten begründet werden.“

Und so einigte sich das Gremium am Ende der Diskussion auf gleichbleibende Kindergartengebühren sowie die Anhebung der Buskosten von acht auf zehn Euro pro Monat.

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