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Schwabsoien: Gewerbegebiet auf den Weg gebracht

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Schwabsoien - Der Bedarf ist da, die Gewerbetreibenden stehen in den Startlöchern: Die Gemeinde Schwabsoien geht mit Volldampf die Realisierung eines neuen Gewerbegebietes an.

3,28 Hektar Grund stehen am östlichen Ortseingang an der Schongauer Straße, quasi gegenüber des Sportplatzes, für neue Gewerbeansiedlungen zur Verfügung. Und örtliche Betriebe und Firmen stehen Gewehr bei Fuß, wollen erweitern bzw. neu bauen.

Mit Architekt und Planer Berthold Abt haben die Schwabsoier Gemeinderäte in einer extra einberufenen Sondersitzungen die Festsetzungen und Auflagen des Gewerbegebiets-Bebauungsplanes festgezurrt. Geplant ist, auf dem Areal - je nach Bedarf und Nachfrage - mehrere unterschiedliche und verschieden große Hallen für Lagerung und Produktion sowie zwei- oder dreigeschossige Gebäude zu errichten. Dazu wird der bestehende, vom Wanderparkplatz Richtung Osten verlaufende Feldweg, verstärkt bzw. als Straße bis auf zehn Meter Straßenraum (Fahrbahn 7,50 Meter) ausgebaut. Ein Teil der neuen Gewerbegebäude wird dann über diese Straße erschlossen. Etwas weiter östlich wird eine Stichstraße, die in einen großen Wendehammer mündet, das neue Gewerbegebiet öffnen. Der andere Teil der Flächen wird dann über diesen Wendehammer erschlossen.

In der Größe bzw. der Höhe der zukünftigen Gebäude liegt auch das Problem des gesamten Gewerbegebietes: Da die Fläche von Westen nach Osten hin abfallend ist, werden bzw. müssen auch die Gebäude unterschiedlich hoch werden, um einen einheitlichen und nicht zu erschlagenden Eindruck zu hinterlassen.

In diesem Sinne wird der Wendehammer das zukünftige neue Gewerbegebiet quasi aufteilen: Auf der linken bzw. westlichen und etwas höher gelegenen Seite sollen die Gebäude etwas niedriger, auf der rechten bzw. östlich und tiefer gelegenen Seite dafür etwas höher werden. Im Bebauungsplan sind dementsprechende maximale Wandhöhen auf der Traufseite zwischen 6,40 und 9,90 Meter vorgesehen.

Ein weiterer Knackpunkt war die Frage nach Betriebsleiter-Wohnungen, die im Gewerbegebiet erlaubt sein werden. Herbert Wohlhaupter sah die Gefahr, dass „zuerst und nur die Wohnungen gebaut werden, der Betrieb aber dann nicht nachkommt“. Diese Angst nahm ihm und den anderen Gemeinderäten aber Bauplaner Berthold Abt: „Pro Betrieb ist nur eine Wohnung zulässig, und die kann nur mit dem entsprechenden Betrieb gebaut werden“, sagte er.

Mit diesen eingearbeiteten Änderung hat der Gemeinderat den Bebauungsplan „Gewerbegebiet nördlich der Schongauer Straße“ beschlossen, den Vorentwurf gebilligt und die frühzeitige Auslegung auf den Weg gebracht. Und das jeweils gegen die Stimmen von Manfred Schmid und Ulrich Starker.

Jochen Schröder

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