Schwabsoien macht Schulden für Großprojekte

Schwabsoien - Große Investitionen für das neue Gewerbegebiet, das Feuerwehrhaus in Sachsenried und das neue Feuerwehrfahrzeug in Schwabsoien prägen den 2014er-Haushalt der Gemeinde Schwabsoien.

Keine lange Diskussion gab es jetzt in der jüngsten Schwabsoier Gemeinderatssitzung, als es um den Haushalt für das laufende Jahr 2014 ging. Allen Gemeinderäten war klar, was in diesem sowie in den nächsten Jahren ansteht, nämlich große Investitionen in wichtige Vorhaben. Zu nennen sind da der Grunderwerb sowie die Erschließung des neuen Gewerbegebietes „Nördlich der Schongauer Straße“, der Neubau des Sachsenrieder Feuerwehrhauses sowie der Kauf eines neuen Feuerwehrfahrzeugs für die Löschgruppe Schwabsoien. „Das sind Pflichtaufgaben, die erledigt werden müssen und uns Geld kosten“, fasste Schwabsoiens Bürgermeister Siegfried Neumann zusammen.

Wie Kämmerer und VG-Geschäftsstellenleiter Sebastian Ostenrieder ausführte, umfasst der 2014er-Verwaltungshaushalt der Gemeinde Schwabsoien Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 1,97 Millionen Euro. „Er liegt damit um 124 000 Euro bzw. 6,7 Prozent über dem Ansatz des Vorjahres.“ Der Vermögenshaushalt schließt mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 1,56 Millionen Euro. Das sind 498 000 Euro bzw. 47 Prozent mehr als im Vorjahr. „Das liegt an den vielen Projekten, die wir zu stemmen haben“, sagte Rathauschef Neumann dazu. Dennoch schafft es die Gemeinde, mehr als die geforderte Mindestzuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt, nämlich satte 344 000 Euro, zu leisten.

Aber zur rechtzeitigen Leistung von Ausgaben muss auf Kassenkredite von 270 000 Euro zurückgegriffen werden. Außerdem wird ein neuer Kredit in Höhe von 500 000 Euro aufgenommen. Damit steigt die Schuldenbelastung der Gemeinde auf 1,59 Millionen Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1221 Euro (2013: 995 Euro) entspricht.

Kurzfristig hat sich bei den Haushaltsplanungen und -beratungen auch noch eine Änderung ergeben. Denn wie sich rausgestellt hat, muss der gemeindliche Kindergarten saniert werden, dafür hat Kämmerer Ostenrieder für dieses Jahr 20 000 Euro eingeplant. Außerdem ist weiterer Grunderwerb geplant, der mit 15 000 Euro veranschlagt ist. „Wir standen also vor der Wahl, den Kredit zu erhöhen oder noch mehr aus den Rücklagen zu entnehmen“, schilderte er die Vorberatungen.

Entschieden wurde sich aber für keine der beiden Varianten. „Wir haben stattdessen die für den Bauhofstadel eingeplanten 70 000 Euro hergenommen und diese Maßnahme vorerst auf’s Jahr 2016 verschoben“, sagte Ostenrieder.

Alles in allem gesehen, so resümierte Bürgermeister Siegfried Neumann, könne man mit dem jetzt einstimmig verabschiedeten Haushalt dennoch zufrieden sein. „Die Tendenz für die Jahre 2016 und später geht jetzt natürlich dahin, dass dann alle Investitionen auf ein Mindestmaß reduziert werden müssen“, so der Rathauschef. Oberstes Ziel seien dann der Schuldenabbau und vorsichtiges Haushalten, „um die Pro-Kopf-Verschuldung schnell wieder unter die 1000 Euro zu bekommen“.

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