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Breitbandausbau für Schwabsoien und Sachsenried – da schauen sich die Gemeinderäte die Pläne ganz genau an.

Gemeinderat Schwabsoien

„Mehr Lebensqualität durch Breitband“

Schwabsoien - Die Gemeinde Schwabsoien treibt den Breitbandausbau für den Ort selbst und auch für Sachsenried zügig voran. Die Kosten dafür liegen bei 442 000 Euro , die zu 80 Prozent staatlich gefördert werden. Bürgermeister Siegfried Neumann sieht in dem Ausbau einen Dienst am Bürger, der zudem höhere Lebensqualität mit sich bringe.

Der Ausbau ist in vier Erschließungsgebiete eingeteilt. Das Erschließungsgebiet eins umfasst das Ortsgebiet von Schwabsoien, zwei das Gewerbegebiet, drei das Dorfgebiet von Sachsenried und vier Sachsenried „Am Bahnhof.“ Alle vier Erschließungsgebiete sind in Lose eingeteilt. In Los eins wurde Schwabsoiens Ortsbereich und das Gewerbegebiet reingepackt, Los zwei umfasst die beiden Erschließungsgebiete drei und vier in Sachsenried. Im Gemeindegebiet von Schwabsoien sind fünf Kabelverzweiger vorgesehen, im Gewerbegebiet zwei Glasfasernetzverteiler. In Sachsenried selbst sind für den Breitbandausbau zwei Kabelverteiler erforderlich, im Bereich „Am Bahnhof“ ein Glasfaserverteiler.

Der gesamte Breitbandausbau erfolgt in engem Schulterschluss mit der Gemeinde Ingenried. Auf diesen Hinweis legte Siegfried Neumann Wert. Auf der jüngsten Sitzung des Gemeinderates ging es um die Frage, ob die beiden Lose zusammen vergeben werden oder jedes der zwei Lose separat.

Die Entscheidung fällt dem Gremium nicht schwer. Wenn nämlich beide Lose zusammen vergeben werden, liegen die Kosten bei rund 480 000 Euro.

Deutlich günstiger wird es für die Gemeinde, wenn die beiden Lose separat an Telekom und LEW-Telnet vergeben werden. Bei danach 442 000 Euro sind die Kosten um 38 000 Euro niedriger. Siegfried Neumann hat mal kurz hochgerechnet. Bei einer staatlichen Förderung von 80 Prozent bleiben für den Breitbandausbau überschaubare 88 500 an der Gemeinde hängen, die über ein Darlehen finanziert werden. Und zwar über zehn Jahre. Pro Jahr also rund 9000 Euro.

Auf Wunsch wird, so Neumann, das Glasfaser bis rein in die Häuser verlegt. Wer das nicht will, bei dem wird es einfach am Grundstück vorbei geführt. „Das kann jeder selbst entscheiden“, meinte der Bürgermeister.

Letztlich ging es darum, den Auftrag für den Breitbandausbau verzugslos an ein bayernweit führendes Planungsbüro zu vergeben. Zu früh für einen Beschluss, musste Neumann feststellen. Das Gremium bat nach ausgiebiger Diskussion, der Bürgermeister möge in Sachen unterschiedlicher Bandbreiten doch noch einiges im Vorfeld abklären.

„Gut“, meinte Neumann, „wir haben noch genug Luft“, und vertagte den Beschluss auf die nächste Sitzung des Gemeinderates.

Walter Kindlmann

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