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Chef opfert eigenes Haus für Firmen-Ausbau

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13 000 Quadratmeter soll die neue Halle der Firma Eirenschmalz umfassen, die in zwei Bauabschnitten geplant wird. © Eirenschnmalz

Die Eirenschmalz Unternehmensgruppe erweitert mit dem Bau einer neuen Halle in Schwabsoien die Produktionskapazitäten um 13 000 Quadratmeter. Geplant ist der Neubau in zwei Abschnitten, die Investitionssumme liegt bei rund zehn Millionen Euro. Für die Erweiterung opfert Firmenchef Anton Eirenschmalz sogar sein eigenes Wohnhaus.

Schwabsoien – Noch vor fünf Wochen war der Neubau auf dem Gelände gegenüber der bestehenden Firmenanlage geplant gewesen (wir berichteten). Dafür hätte das Unternehmen Produktionsteile aufladen, über die Schongauer Straße fahren und wieder abladen müssen. „Der Standort hätte uns aber Zusatzkosten von 200 000 Euro jährlich eingebracht plus Verladezeit und Witterungsabhängigkeit“, so Geschäftsführer Anton Eirenschmalz bei der Gemeinderatssitzung am Montagabend, die sich ausschließlich um das Bauvorhaben drehte.

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Rot schraffiert die Fläche, auf der die neue Halle entstehen soll. Dort steht derzeit noch das Wohnhaus.

Man war mit der Lösung nicht glücklich und habe bei einem Treffen mit Markus Riedle vom gleichnamigen Hohenfurcher Ingenieurbüro einen neuen Denkansatz gefunden. „Quasi auf einem Butterbrotpapier über dem Lageplan haben wir einfach mal Linien gezogen, was am besten wäre. Dabei kam die Lösung zustande, das Werk südlich anzugliedern“, so Eirenschmalz. Einzig das private Wohnhaus war im Weg, weshalb man an diese Möglichkeit zuvor nicht gedacht hatte. Nach Rücksprache mit Ehefrau Alexandra („sie haben versucht, es mir schonend beizubringen“) wurde beschlossen, das Gebäude zu opfern und an anderer Stelle neu zu bauen. Ein Grundstück dafür ist vorhanden, an jener Stelle, die bereits vor rund 20 Jahren für das Wohnhaus angedacht gewesen war.

Innerhalb von vier Wochen wurden die Pläne für das neue Produktions- und Logistikzentrum überarbeitet und jetzt dem Gemeinderat vorgestellt. Herausgekommen ist ein zweischiffiger, quadratischer Gebäudekomplex von 90 auf 90 Meter und fast 100 000 Kubikmeter umbauten Raum. Im unteren Bereich soll der Versand untergebracht werden, die Produktion durchgängig auf einer Ebene im oberen. Ein Glasüberbau wird das neue mit dem bestehenden Gebäude verbinden.

Damit das Ganze nicht zu massig wirkt, wird die lichtdurchflutete Halle aus Stahlbeton gedämmt, verputzt und

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Das Wohnhaus der Familie Eirenschmalz, das quasi im Weg steht und dem Firmen-Neubau weichen muss. © Trunk

mit einem Satteldach versehen, das sich ins Ortsbild einfügt, erklärte Ingenieur Riedle. Eine Tiefgarage mit 29 Stellplätzen sowie eine Erweiterung der Stellplätze auf 134 sind ebenfalls vorgesehen. Dazu musste die Aufstellung des Bebauungsplanes geändert werden, dem die Räte ebenfalls zustimmten. Auch fehlt noch das Schallschutzgutachten, „aber da erwarten wir keine großartigen Beeinträchtigungen“, so Riedle.

Der Gemeinderat segnete die Pläne ohne das Gutachten ab, die Werte werden nachträglich eingetragen. „Mir gefällt das ganze Paket, das ist kein Vergleich zu dem, was man sonst irgendwo in den Gewerbegebieten manchmal sieht. Das ist ein echter Luxusbau“, zeigte sich Gemeinderat Rudi Kögel begeistert. Das sahen auch die anderen Gemeinderäte so. „Wir freuen uns, dass sich die Eirenschmalz Unternehmensgruppe zum Standort Schwabsoien bekennt“, freute sich Bürgermeister Siegfried Neumann. Zehn Millionen Euro investiert die Firma, die für die Augsburger Niederlassung ebenfalls Erweiterungen plant.

Der Rathauschef lobte die gute Zusammenarbeit von Firmen, Gemeinde und Landratsamt. „Wir möchten, dass man in Schwabsoien leben, wohnen und arbeiten kann“, so der Bürgermeister, deshalb wolle man auch bezüglich des Wohnraums mitziehen. Genauere Angaben wollte der Rathauschef dazu aber noch nicht machen. Es sei vorgesehen, so Eirenschmalz, nur nach und nach zusätzliche qualifizierte Kräfte einzustellen und erst einmal das bestehende Personal aus den ausgelagerten Standorten im Umkreis in Schwabsoien zusammenzuziehen.

Der Spatenstich für den ersten Bauabschnitt ist für März vorgesehen. Die Erweiterung sei dringend notwendig, sagte Eirenschmalz, denn die Entwicklung vom Laserteillieferant zum strategischen Partner für komplexe Baugruppen bringe gesteigerten Raumbedarf mit sich. Mit der neuen Halle verspricht sich die Geschäftsleitung eine Steigerung des Marktwachstums und besseren Kundenservice. „Damit etablieren wir uns zu einem der größten Blechzentren Süddeutschlands.“

Myrjam C. Trunk

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