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Ein Schrägaufzug für Schongau war das Faschingsthema der Altenstadter Landjugend beim Schwabsoier Gaudiwurm.

Faschingsumzug

Soier Gaudiwurm – da geht’s heiß her

Alaaf und Helau und ein dreifaches, kräftiges Soien, Soien, Soien. Bei strahlend blauem Himmel zog der mächtige Gaudiwurm mit buntem Themenmix durch das Mühlendorf, vorbei an maskierten und prächtig aufgelegten Zuschauern. Geschätzte 4000 waren es. „Ja leicht“, meinte Moderator Manfred Schmid oben auf der Sprecherbühne.

Schwabsoien – Es werden von Jahr zu Jahr mehr Zuschauer. Im vorigen Jahr waren es noch so um die 3000. Anscheinend spricht es sich herum, dass beim Faschingszug in Schwabsoien etwas geboten wird. 22 Festwagen, große und kleinere, acht Fußgruppen, die Faschingsgarden aus Hohenfurch, Schongau und Schwabsoien, die Minigarden aus Schongau, Hohenfurch und Schwabbruck die Musikkapellen aus Schwabsoien, Sachsenried, Frankenhofen und Reichling sowie das Schlagwerk aus Schwabsoien und die Kaiser Maximilian-Trommler aus Kaufbeuren bildeten den imposanten Faschingszug durch das Mühlendorf.

Heiß her ging’s beim Faschingszug in Schwabsoien: Der Feuerspucker aus Stöttwang begeisterte das Publikum mit seinen Vorführungen. 

Auch heuer – es war die 25. Auflage seit 1991 – hat es den Narren an Themen nicht gemangelt. Die Landjugend Altenstadt jedenfalls ist der Meinung, dass man beim geplanten Schrägaufzug in die Altstadt sieht, „dass man in Schongau zu faul zum Laufen ist“.

Die Faschingsfreunde Schwabsoien warteten mit einer Turbo-Ladestation auf. Denn sie befürchten, dass Roboter bald die Arbeit übernehmen. „Ob Pflege, Produktion oder Büro, Roboter steigern das Leistungsniveau, fehlerfrei, nie Urlaub – immer Zeit, doch wo bleibt die Menschlichkeit?“

Ganz andere Probleme haben die Steingadener Junggesellen. Sie empfehlen ihren Mitgliedern: „Keine Ehe vor dem Sex.“ „Jung und fit“, das wollen die seit 40 Jahren aktiven „Dienstags-Turnerfrauen“ aus Schwabsoien bleiben. Apropos Schönheit: In bildhübsche Venezianerinnen verwandelten sich die örtlichen Landfrauen.

Süße Verführung: Sie verteilten taschenweise Mon cheri an die Faschingsnarren. Wer kann da widerstehen?

Norbert Biller von der Schongauer Faschingsgesellschaft hingegen gibt auf seinem Spaßmobil Donald Trump den gut gemeinten Rat: „Bloß it hudle.“ Viel Arbeit und tolle Einfälle haben sich alle der 22 Wagenbauer, aber auch die acht Fußgruppen gemacht. Als Moderatoren mit detailgenauen Kenntnissen über sämtliche Gruppen und auch über die Motive der Wagenbauer erwiesen sich zweiter Bürgermeister Manfred Schmid und Maximilian Hartmann. Maskiert, aber dennoch erkannt unter der Zuschauer wurden Landrätin Andrea Jochner-Weiß und die beiden Bürgermeister aus Schwabbruck und Schwabsoien, Norbert Essich und Siegfried Neumann.

Nach dem Umzug sickerten Aktive und Zuschauer in das riesige Festzelt ein, in dem die Bands „Allgäu-Feager“ und „Bloody Chickenheads“ für ausgelassene Stimmung sorgten. Alle Hände voll zu tun hatte Manuel Kempter. Der zweite Vorstand der Schwabsoiener Faschingsgesellschaft sauste auf seinem Mountainbike im Dorf hin und her, um bei Aufstellung des Zuges nach dem Rechten zu sehen.

Bilder vom Schwabsoier Faschingzug 

Walter Kindlmann

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