Bulldogs, Bagger und Anhänger wurden am gestrigen Mittwochnachmittag aufgeladen. Heute starten einige Firmen aus der Region zu einem Hilfseinsatz in das vom Hochwasser zerstörte Ahrweiler in Rheinland-Pfalz.
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Bulldogs, Bagger und Anhänger wurden am gestrigen Mittwochnachmittag aufgeladen. Heute starten einige Firmen aus der Region zu einem Hilfseinsatz in das vom Hochwasser zerstörte Ahrweiler in Rheinland-Pfalz.

Nach Katastrophe in Ahrweiler

Firmen aus dem Schongauer Land starten zu Hilfseinsatz im Flutgebiet

  • Elena Siegl
    VonElena Siegl
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Mehrere Firmen aus dem Schongauer Land starten heute zu einem gemeinsamen Hilfseinsatz nach Ahrweiler. Der Landkreis wurde im Juli schwer vom Hochwasser getroffen.

Landkreis – Rasant steigende Wassermassen, die alles, was ihnen in die Quere kommt, mit sich reißen, Schutt und Schlamm, der übrig bleibt, Menschen die vor den Trümmern ihrer Existenz stehen. Die Bilder, die nach der Flutkatastrophe im Norden von Rheinland-Pfalz um die Welt gingen, machten auch Markus Eirenschmalz aus Schwabsoien betroffen. „Es schaut wirklich richtig wild aus“, fasst er seine Eindrücke zusammen. Seit der Überschwemmung, die besonders das Ahrtal schwer traf, verfolgt Eirenschmalz die Situation in der gebeutelten Region über die sozialen Medien genau.

Und er ging schließlich noch einen Schritt weiter: Für ihn war klar, dass er mit anpacken will. Über Facebook nahm er Kontakt zu Unternehmen vor Ort auf, bot seine Hilfe an. Klärte mit ihnen, was benötigt wird.

Markus und Anton Eirenschmalz haben Hilfsaktion organisiert

Zusammen mit seinem Vater Anton Eirenschmalz von der gleichnamigen Unternehmensgruppe telefonierte er mehrere Firmen in der Region ab, um einen gemeinsamen Hilfseinsatz in Ahrweiler zu organisieren. Gestartet mit dem Gedanken „mal schauen, ob wir was zusammenbringen bei uns“, trafen die beiden gleich auf großes Interesse, erzählt Markus Eirenschmalz.

Zehn Personen wollen heute die Reise nach Ahrweiler antreten und im Hochwassergebiet anpacken. Neben Eirenschmalz beteiligen sich die Firmen Emter aus Altenstadt, Nowotny aus Osterzell und H.R.W. aus Peiting. Bis 6. September wollen sie helfen und reisen dafür mit schwerem Gerät an: „Bagger, Radlader, Kipper“, zählt Markus Eirenschmalz unter anderem auf.

Zahlreiche Unternehmen aus der Region unterstützen Hilfseinsatz im Flutgebiet

Von weiteren Firmen aus der Region erhalten die Helfer Unterstützung, erzählt Eirenschmalz. So werden die Aktienbrauerei und der Getränkemarkt Zimmermann aus Roßhaupten den Helfern Getränke spenden. Ingenieurbau Riedle aus Hohenfurch und die Transportunternehmen Mayrock aus Hohenfurch sowie Gröbl aus Bobingen stellen jeweils einen Auflieger zur Verfügung.

Sachspenden wollen die neun Helfer bei ihrem ersten Hilfseinsatz im September noch nicht mitnehmen. „Ich habe deswegen mit jemandem von dort oben telefoniert“, erklärt Eirenschmalz. Man müsse sich erst selbst ein Bild von der Situation und den Ausmaßen der Katastrophe machen. Schauen, an was es konkret fehlt. „Es geht jetzt vor allem um Aufräumarbeiten.“ Zu einem späteren Zeitpunkt könne er sich aber auch eine weitere Fahrt nach Ahrweiler mit Sachspenden vorstellen.

Wichtig sei, dass man mit zwei Unternehmen vor Ort in direktem Kontakt steht, die sich in der Region auskennen und auch den Einsatz vor Ort koordinieren werden. Sie würden die Bewohner kennen und wissen, wo dann aktuell Unterstützung gebraucht werde. „Ohne sie wäre es dort bestimmt noch chaotischer“, sagt Markus Eirenschmalz. Zwar gebe es auch mehrere Unterstützungsplattformen, doch da sei es schwierig an die Verantwortlichen und konkrete Infos zu kommen, sagt Eirenschmalz. Auf alle Fälle ist die Hilfe aus dem Schongauer Land unterwegs.

Auch andere Personen aus dem Landkreis Weilheim-Schongau haben schon im Flutgebiet mit angepackt. Darunter das THW, ein Peitinger und zwei Frauen aus dem Lechrain.

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