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„Mary Lou“-Sänger startet solo durch

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Von: Elena Siegl

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Zahlreiche Konzerte hat David Gramberg für das kommende Jahr geplant. Und hofft, dass er seine Lieder wieder vor großem Publikum spielen darf.
Zahlreiche Konzerte hat David Gramberg für das kommende Jahr geplant. Und hofft, dass er seine Lieder wieder vor großem Publikum spielen darf. © Korbinian Steiger

David Gramberg, Bandleader von Mary Lou, startet nun alleine durch. Der Schwabsoiener hat Anfang November seine Debüt-Single „Raise my bet“ herausgebracht. Weitere Songs sollen folgen.

Schwabsoien – „Papa, Papa, Papa“ – der Grund für die Bandpause von „Mary Lou“ ist schnell zusammengefasst. Gleich drei Bandmitglieder sind „während der stillen Zeit Vater geworden“, erklärt Sänger David Gramberg. Und nun hat auch er quasi sein „Kind auf die Welt gebracht“, scherzt Gramberg. Die Rede ist hier allerdings nicht von einem Baby, sondern seinem neuen Projekt: „Raise my bet“, das erste Lied, das er als Solokünstler veröffentlicht hat. Durch sein Homestudio konnte Gramberg auch während der Pandemie viel Musik machen. Mehrere neue Songs sind so entstanden, die nun nach und nach herausgebracht werden sollen.

Die Schwabsoiener Band „Mary Lou“, mit der David Gramberg über Landkreisgrenzen hinaus unterwegs war und vor dem Lockdown unter anderem noch als Vorband für Joris aufgetreten ist, hat die Pause auf unbestimmte Zeit eingelegt. Lockdowns im vergangenen Jahr hatten das gemeinsame Proben erschwert. Und als Familienväter haben die Männer freilich auch nicht mehr so viel Zeit. „Wir haben uns zusammengesetzt und überlegt, wie wir weitermachen wollen“, erzählt Gramberg. Und man habe sich darauf geeinigt, dass es vorerst besser ist, separate Wege zu gehen. Niemand möchte den anderen ausbremsen.

Nervös vor neuem Projekt

Trotz des Rückhalts und seinen Erfahrungen bei „Mary Lou“ und „Elephalooka“, ist es für ihn aufregend, nun als Solokünstler aufzutreten. Etwas nervös sei man vor neuen Projekten immer, sagt Gramberg, diesmal sei es aber schlimmer gewesen: „Weil ich nicht wusste, wie es ankommt, dass ich alleine ein Album herausbringe“, so Gramberg, der mittlerweile aufatmen konnte: „Ich habe viele schöne Rückmeldungen bekommen, liebe Nachrichten. Ich bin überglücklich über die Resonanz.“

Ob der Musikstil denn ähnlich ist, wie der von „Mary Lou“? „Ja und nein“, sagt Gramberg zögerlich und lacht. Er selbst tue sich schwer damit, Musik in eine Schublade zu stecken. „Es geht auf jeden Fall in die Richtung Indiepop, Indierock, Alternative“, sagt Gramberg. Über die Zeit hätten sich weitere Facetten herauskristallisiert, Elemente – bekannte und neue – von Musikrichtungen, die Gramberg selbst gerne hört, haben den Weg in seine Lieder gefunden. Es sei noch vielschichtiger geworden, fasst Gramberg zusammen. Ein Bekannter habe seine Musik als „Gospel-Pop“ bezeichnet – „damit kann ich viel anfangen.“

Als Überraschung hat sein Kollege Korbinian Steiger Songs bereits vor Veröffentlichung Freunden aus Belgien vorgespielt. Die hatten sich beim Debüt-Lied „Raise my bet“, das vom Sprung ins Neue und Unbekannte erzählt und auffordert, für seine Träume einzustehen, selbst schon tanzend auf einem Festival oder auf einem entspannten Roadtrip im Sommer vor Augen. Pure Lebensfreude und Leichtigkeit versprüht der Gute-Laune-Song, den man gern in Dauerschleife hört. Man will sich bewegen – einfach still sitzen, das geht beim energetischen „Raise my bet“ nicht, finden die Testhörer. Gramberg freut sich. „Es war spannend, diesen Schritt nach außen zu gehen, um zu sehen, wie die Musik ankommt. Man selber hat sie ja schon eine Million Mal gehört.“

Konzerte 2022 geplant

Die Konzerttermine, die Mary Lou schon für 2020 geplant und immer weiter verschoben hat, wird nun David Gramberg alleine übernehmen. Die Veranstalter hatten dagegen glücklicherweise keine Einwände. Nun hofft Gramberg, dass es im kommenden Jahr klappt, er wieder live auf der Bühne stehen und seine Songs vor großem Publikum performen darf.

Bis dahin gibt es David Grambergs Lieder auf allen gängigen Streamingplattformen wie Spotify, Amazon Music und I-Tunes zu hören. Nach und nach werden dort weitere Songs des Albums veröffentlicht. Zu „Raise my bet“ gibt es auf Youtube ein Musikvideo zu sehen.

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