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Begeisterte Bücherwürmer: Friederike und Franz Häringer haben den Bücherschrank in der Gemeindeverwaltung in Schwabsoien ins Leben gerufen. 

Offener Bücherschrank 

Kostenloser Lesestoff für alle jetzt auch in Schwabsoien

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Inspiriert von dem öffentlichen Bücherschrank am Schongauer Marienplatz haben Friederike und Franz Häringer dafür gesorgt, dass es in Schwabsoien nun ein ähnliches Angebot gibt.

Schwabsoien Seit Kurzem können zu den üblichen Öffnungszeiten des Rathauses im Eingangsbereich der Verwaltung nach Herzenslust Bücher getauscht werden.

„Die Idee ist uns kurz vor dem letzten Urlaub gekommen“, erinnert sich Franz Häringer. Damals hatten sich die beiden in der Schongauer Telefonzelle, die bekanntlich als Bücherschrank dient, mit Lesestoff eingedeckt. „Ich habe gleich drei oder vier Bücher mitgenommen, dafür aber auch welche hineingestellt“, erinnert sich Franz Häringer. Zurück aus dem Urlaub überlegten sich er und seine Frau, wo sie einen ähnlichen Schrank in Schwabsoien aufstellen könnten und kamen auf das Rathaus. Mit Vizebürgermeister Manfred Schmid gewannen sie einen begeisterten Mitstreiter, die Gemeinde schaffte den Schrank an. „Er schaut toll aus“, findet Franz Häringer. Und er ist groß, satte 200 Bücher finden Platz, schätzt der Schwabsoier.

Und der Platz ist noch lange nicht ausgeschöpft: Jeder darf sich aus dem Schrank bedienen und Bücher hineinstellen, erklärt Häringer das übliche Prozedere. Das Lese-Spektrum ist auch in Schwabsoien unbegrenzt, „man kann alles reintun“, erklären die Eheleute. Nur Kochbücher sollten es besser nicht sein, Rezepte holen sich die meisten heutzutage aus dem Internet, haben die beiden beobachtet. Und sie bitten darum, nicht mehr als fünf Bücher auf einmal hineinzustellen, denn sie legen Wert auf Vielfalt der Genres.

Früher konnten sich die Schwabsoier auch in der Bücherei im Ort mit Lesestoff versorgen. Sie gebe es aber seit einer kleinen Ewigkeit nicht mehr, weiß Franz Häringer, der ebenso wie seine Frau ein echter Bücherwurm ist. Zuletzt hat er ein 1300 starkes Werk verschlungen, das die Weltgeschichte vom 3. bis ins 19. Jahrhundert beleuchtet. Das Buch steht jetzt auch in dem Schrank im Rathaus, und der Ex-Besitzer empfiehlt es allen Geschichtsinteressierten. „Es ist hoch interessant.“ Sehr gerne liest der Schwabsoier auch Romane, die in fernen Ländern spielen. Mit ihnen lerne man gleichzeitig die Welt besser kennen, sagt er.

Geöffnet ist die Bücherkiste dienstags von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr; mittwochs von 8 bis 12 Uhr; donnerstags von 14 bis 18 Uhr.

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