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Schwabsoien: Baugebiet Kirschbichel vorgestellt

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Von: Elena Siegl

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Viel Platz für neue Eigenheime: Zwischen Blumenstraße und Am Kellerberg soll das neue Baugebiet „Kirschbichl“ entstehen.
Viel Platz für neue Eigenheime: Zwischen Blumenstraße und Am Kellerberg soll das neue Baugebiet „Kirschbichl“ entstehen. © Bayernatlas/jvr

Großes Interesse gab es in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Schwabsoien am neuen Baugebiet „Kirschbichel“. Planer Martin Eberle stellte einen ersten Entwurf sowie einen groben Zeitplan vor.

Schwabsoien – „Das könnte ein neuer Besucherrekord sein“, meinte Bürgermeister Manfred Schmid in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Schwabsoien. 24 Zuhörer zählte er in der Gemeindehalle. Das Interesse der meisten galt freilich einem ganz bestimmten Punkt auf der Tagesordnung: Der Vorstellung des Baugebiets „Kirschbichel“. Diese übernahm Planer Martin Eberle. Drei ostwärtsgerichtete Bauzeilen sollen entstehen, das habe sich durch Voruntersuchungen ergeben. Durch diese Konstellation könnte man am meisten aus der Fläche herausholen. In der nördlichsten Reihe sind sechs Gebäude geplant. Man orientiere sich an der bestehenden Siedlungsstruktur am Kellerberg. Die Straße ist bekanntlich nur einseitig bebaut – das wird sich mit dem neuen Baugebiet ändern.

In der mittleren Reihe sind zehn Bauplätze vorgesehen, in der südlichen acht. Hier sei eine flexible Bauweise möglich. Insgesamt soll die Konstellation die Dichte des Bestands aufgreifen. Gerade durch die Öffnung nach Osten soll eine Aufenthaltsqualität geschaffen werden. Alle Bauplätze seien zwischen 630 und 690 Quadratmeter groß. Nur zwei „Ausreißer“ gebe es: Ein Grundstück misst 740 Quadratmeter, ein anders 780.

Kirschbichel: Genauere Festsetzungen erst später

Dass es teils Probleme mit Oberflächenwasser gibt, wird in den Planungen berücksichtigt, so Schmid. „Weder der Bestand, noch Neubauten sollen Probleme kriegen.“ Grundsätzlich sei geplant, Grünflächen entlang der Straße mit Auffangbecken zu versehen, gab Eberle einen ersten Einblick. Genauere Planungen stehen noch aus.

„Wie groß, breit, tief gebaut werden darf, ist noch nicht festgeklopft“, erklärte Schmid. Im Anschluss an die Sitzung sollte der Gemeinderat das mit dem Planer erstmals nichtöffentlich besprechen. Ihm sei es aber wichtig gewesen, so früh wie möglich einen ersten Überblick zu geben. Die Planungen bräuchten nun Zeit, da sie „gut und genau“ werden sollen. Das Baugebiet dürfte in jedem Fall noch öfters auf der Agenda des Gemeinderats stehen - wie es auch in der Vergangenheit schon der Fall war.

Ungefähre Zeitachse für das Baugebiet Kirschbichel in Schwabsoien

Bernhard Starker fragte „für die Zuhörer“ nach einer Zeitachse. „Der Satzungsbeschluss ist zwingend bis Ende des Jahres“, so Eberle. Daher sei man dahingehend schon einmal eingeschränkt. Grund für das Limit ist, dass „eine 13b-Situation“ vorliegt. Dieses bezieht sich auf ein beschleunigtes Verfahren bei Baugebieten. Zur Zeit würden Tiefbauingenieure noch topografische Daten erheben, erst dann könnten die Höhen der Häuser festgelegt werden. Im Mai könnte es dann an die Festsetzungen gehen. Realistisch sei, dass man noch vor der Sommerpause ins Verfahren geht, um sich im Herbst mit Abwägungen zu beschäftigen und die Satzung zu beschließen. „Wenn alles glatt läuft – das Verfahren ist ergebnisoffen“, so Eberle. Die Ausschreibung sei bislang für Oktober/November vorgesehen, so Schmid. Im März/April 2022 könnte die Erschließung beginnen. Angedacht sei, dass im zweiten bzw. dritten Quartal des Jahres 2022 die ersten Häuser gebaut werden können.

Die Vergabe der Bauplätze startet nach jetzigem Plan Ende dieses Jahres. „Höchstwahrscheinlich in unterschiedlichen Abschnitten“, so Schmid auf die Frage eines Zuhörers.

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