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Bernbeuren macht es vor: In der Auerberggemeinde wurde bereits im vergangenen Jahr in der Grundschule eine Bläserklasse ins Leben gerufen. Ebenfalls in Kooperation mit der Musikschule Schongau. 

Neues Angebot für Schüler

Schwabsoien liebäugelt mit Bläserklasse

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In der Grundschule Schwabsoien könnte schon im Herbst 2019 eine Bläserklasse ins Leben gerufen werden. Entsprechende Pläne wurden jüngst im Gemeinderat vorgestellt. Ob das Vorhaben in die Tat umgesetzt werden kann, hängt letztlich allerdings am Geld für die benötigten Instrumente.

Schwabsoien– Ob die Singgemeinschaft oder die Blaskapelle: Musik ist Trumpf in der Gemeinde Schwabsoien. Das war jüngst auch kurz vor Beginn der Sitzung des Gemeinderats zu hören. Ein Schlagzeuger im Obergeschoss schlug so leidenschaftlich auf seine Trommeln ein, als gäbe es kein Morgen. Pünktlich zu Sitzungsbeginn herrschte dann aber Ruhe. Und erst am Ende der eher zähen Tagesordnung bekamen die Zuhörer im Rathaus ein zweites (musikalisches) Glanzlicht geboten. Gemeinderat Wolfgang Ranz berichtete von der Idee, in der Grundschule eine Bläserklasse ins Leben zu rufen.

Bei Start mit 20 Schülern werden 15.000 Euro benötigt

Die Pläne, die jüngst bereits bei der Schulverbandsversammlung von Schwabbruck und Schwabsoien zur Sprache gekommen waren, findet Bürgermeister Siegfried Neumann durchaus „unterstützenswert“. Sie stehen und fallen seinen Angaben nach allerdings mit dem Geld, das für die Instrumente benötigt wird. Bei 20 Kindern wären es „15 000 Euro, die wir brauchen“, rechnete Ranz seinen Ratskollegen am Tisch vor. Auf die Eltern der Musikschüler käme ein monatlicher Beitrag zwischen 35 und 40 Euro zu.

Flötenklasse wird gut angenommen

Kandidaten für eine Bläserklasse gibt es unter den Schülern aus Schwabsoien, Sachsenried und Schwabbruck offenbar genug. So berichtete Ranz von der sehr erfolgreich angelaufenen Flötenklasse, die vor ein paar Jahren eher aus der Not heraus aus der Taufe gehoben worden war. Weil die Erstklässer oft schon sehr früh Schulschluss hatten, wussten die Eltern nicht wohin mit ihnen. Deshalb durfte, wer wollte, Flöte spielen. Die Zahl der Kinder stieg laut Ranz von 12 auf 18 Spieler, denn auch die Zweitklässler spielen nach wie vor mit. Ab der dritten Klasse wäre für sie demnächst aber Schluss. So entstand die Idee zur Bläserklasse.

Kooperation mit Musikschule, die einen Lehrer schickt

Sie sieht laut Ranz so aus, dass es in der 3. und 4. Klasse mit dem Instrumentalunterricht weitergeht. Zwei Stunden pro Wochen sollen den Mädchen und Buben angeboten werden; eine am Vormittag im Rahmen des Schulunterrichts, eine zweite am Nachmittag. Geplant ist eine Kooperation mit der Musikschule Schongau, die einen Lehrer nach Schwabsoien schickt.

Ranz, selbst Tubist in der örtlichen Blaskapelle, sprach „von einer großen Chance für die Schule“. Die Schüler bekämen ein zusätzliches musikalisches Angebot, und die Bläserklasse könnte die Schulfeiern umrahmen. Das Zusammenspiel fördere außerdem die Sozialkompetenz, betonte Ranz. „Einer nimmt den anderen mit.“ Obendrein werde das bayerische Kulturgut durch die Schule gefördert. Und natürlich hofft Ranz auch, dass sich „musikalische Talente“ für die Musikkapellen finden.

Instrumente sollen in Besitz des Schulverbands übergehen

Bei der Finanzierung des Vorhabens setzt der Schwabsoiener auf Sponsoren, die zwei Gemeinden im Schulverband und drei Vereine. Die angeschafften Instrumente würden in den Besitz des Schulverbandes übergehen.

Der Gemeinderat nahm den Vortrag zunächst nur zu Kenntnis. Zur Diskussion standen die Pläne noch nicht. Aber das soll sich demnächst ändern. „Früher oder später“ werden sie nach Angaben des Bürgermeisters Thema in einer Sitzung sein.

Lesen Sie auch: Wegen Nachbarn in der Singgemeinschaft Schwabsoien

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