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Die Stützmauer zur Schönach an der Grundstücksgrenze Weiher/Pröbstl in Schwabsoien ist marode. An vielen Stellen ist Beton abgeplatzt.

Gemeinderat Schwabsoien

Die Schönach soll schöner werden

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Beton bröckelt von Stützmauern ab, Rinnen sind undicht: Es herrscht dringender Handlungsbedarf an der Schönach in Schwabsoien.

Schwabsoien – Ob die Stützmauer der Schönach an der Grundstücksgrenze Weiher/Pröbstl noch einem frostigen Winter stand hält – da hat Schwabsoiens Bürgermeister Siegfried Neumann seine Zweifel. An zahlreichen Stellen ist Beton abgeplatzt, die Wand lehnt sich aus. „Wenn die Mauer zusammenbricht und den Bach aufstaut, haben wir ein großes Problem“, so Neumann.

Es ist nicht die einzige Stelle des Uferdamms, der dem Gemeindechef Sorgen bereitet. Die Rinne am Tuffsteinfelsen ist schon seit längerem undicht. Außerdem ist die Uferbefestigung am Bachlauf Anger unterhöhlt. „Da wurde früher alles verbaut, was man auf dem Hof gefunden hat“, so Neumann. Das sei zwar lange wirksam gewesen – aber noch nie schön. Und mittlerweile ist der Uferdamm auch an einigen Stellen undicht. Wasser läuft ins benachbarte Feld. Für Tiere gibt es im Uferbereich keinen Raum. Die Fichten, die das Ufer gefährdet haben, wurden bereits gefällt.

Großer Handlungsbedarf an der Schönach in Schwabsoien

Doch es herrscht weiterhin großer Handlungsbedarf an der Schönach. „Die Uferbefestigung ist technisch schlecht, gestalterisch unmöglich und ökologisch gesehen genauso schlimm“, fasste es Neumann zusammen.

Auch am Tuffsteinfelsen soll die Schönach aufgewertet werden. Die Rinne dort ist undicht und Wasser läuft auf die Straße.

Das Landratsamts Weilheim-Schongau hat bereits vor eineinhalb Jahren auf den schlechten Zustand der Rinnen und Uferbefestigungen aufmerksam gemacht.

Neumann schlug vor, dem Büro Mooser aus Kaufbeuren den Auftrag zu erteilen, die Situation zu untersuchen und Messungen anzustellen, um die Gemeinde zu beraten, welcher Handlungsbedarf tatsächlich besteht. Sie hätten sich wie andere Büros die Problematik bereits angeschaut und als einziges Unternehmen gleich Lösungen vorgeschlagen. Außerdem könnten es die Ingenieure heuer noch stemmen, die Probleme in Schwabsoien zu lösen.

Thomas Konter, Geschäftsführer von Mooser Ingenieure, stellte in der jüngsten Gemeinderatssitzung bereits einige denkbare Lösungen vor. „Uns ist bei der Planung wichtig, dass örtliche Bauunternehmen die Arbeiten übernehmen können und keine Spezialfirmen angefordert werden müssen. Das würde den zeitlichen Rahmen sprengen“, so Konter.

Gemeinderäte wollen wissen, wer für Baumaßnahmen verantwortlich ist

Bevor die Gemeinderäte über eine Vergabe der Leistungsphasen 1 (Grundlagenermittlung) und 2 (Vorplanung) abstimmten, wollten sie klären, ob tatsächlich in allen drei Fällen die Gemeinde für die Baumaßnahmen zuständig sei. Schließlich müsse viel Geld in die Hand genommen werden. Vor allem bei der Rinne wollten die Räte sicher sein, wo denn die undichte Stelle liege – einige vermuteten sie außerhalb des Gemeindebereichs. Ein Teil der Rinne gehört dem Triebwerksbesitzer.

Auch ob die marode Stützmauer der Gemeinde gehört oder noch auf Privatgrund verlaufe, wollten mehrere Gremiumsmitglieder wissen – und wie es mit einer Kostenbeteiligung der direkten Anwohner stehe.

Erste Gespräche habe Bürgermeister Siegfried Neumann schon geführt. Für Verhandlungen wäre aber eine Kostenschätzung sinnvoll, so Neumann. Diese wäre Teil der Leistungsphase 2. Außerdem werde in der Leistungsphase 1 der Bestand aufgenommen und der Standort analysiert. Dann können auch die Grundstücksgrenzen ganz genau geklärt werden. Es sehe aber so aus, dass die Grenze direkt auf der Mauer verläuft, das heißt, die Gemeinde sei zuständig, die Anliegerin wolle sich nach derzeitigem Stand aber an den Kosten beteiligen.

Bauarbeiten an der Schönach sind förderfähig 

Der Gemeinderat stimmte einstimmig dafür, dass das Unternehmen die Leistungsphasen 1-4 (bis zur Genehmigungsplanung) für die Mauer übernimmt. Die Mehrheit wollte außerdem, dass die Ingenieure den Auftrag für die Leistungsphasen 1 und 2 für die Rinne am Tuffsteinfelsen (eine Gegenstimme) und den Bachlauf Anger (2 Gegenstimmen) erhält.

Dass die Bauarbeiten förderbar sind, erklärte der Geschäftsführer von Auerbergland, Reinhard Walk. Und zwar zu 65 Prozent über das Amt für ländliche Entwicklung plus zehn Prozent über ILEK. Das gelte auch schon für die Planungskosten. Wichtig sei, dass mehr gemacht werde als technisch unbedingt erforderlich. Die Schönach soll auch optisch und ökologisch aufgewertet werden.

Lesen Sie auch: Die mittleren Parkplätze am Lindenplatz werden dauerhaft zur gelben Zone. Außerdem wird ein zusätzlicher Parkplatz geschaffen – der wird von vielen allerdings jetzt schon genutzt.

Außerdem interessant: Rund zweihundert Oldtimer-Motorräder sind am kommenden Wochenende wieder in Bernbeuren unterwegs und kurven den Auerberg hinauf. Auch abseits der Rennstrecke wird es nostalgisch bei der Auerberg Klassik.

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