Auch Faschingsclub-Vorstand Stephan Jahl (links) wurde zu einer Showeinlage überredet.

Schwabsoien startet in den Flammen

Glänzender Einstand in närrische Ballsaison

Dass man in Schwabsoien zu feiern versteht, zeigte der Schwarz-Weißball in der Gemeindehalle. Deshalb ging es dort beim Faschingsball heiß her:

Schwabsoien – Der Faschingsclub Schwabsoien gestaltete einen glänzenden Einstand in die närrische Ballsaison. Der Saal war mit Masken und Luftschlangen an den festlich geschmückten Tischen aufwändig dekoriert worden, an der Bar und auf der Tanzfläche drängten sich die Besucher.

Mit Spannung wurde natürlich der Auftritt der Garden erwartet. Und da hatte der Faschingsclub einiges zu bieten. 28 Tänzerinnen umfassen die Kinder- und die Jugendgarde, mit denen Trainerin Elli Sinn wieder ganze Arbeit geleistet hatte. Erst traten die beiden Formationen einzeln auf und wurden begeistert bejubelt. Dann gab es noch einen gemeinsamen Tanz, bei dem die Nachwuchs-Gardemädels so richtig zeigen konnten, was sie draufhaben.

Bilderstrecke: Schwarz-Weißball in der Gemeindehalle

Den „großen“ Gardemädels, 12 auf der Tanzfläche und drei Reserve-Tänzerinnen, konnten sie natürlich noch nicht das Wasser reichen. Beim Gardemarsch hatte Trainerin Monika Sulzenbacher auf Retro-Zauber gesetzt. Zum neapolitanischen Marsch von Richard Strauß, zu dem die Band „Hot Dogs“ in den 1970er Jahren den Nonsens-Text „Schaug hi, da liegt a toter Fisch im Wasser“ gedichtet hatte, marschierten die Mädels ein und schwangen im Gleichklang die Beine.

Auch Showtanz-Trainerin Andrea Schelle beschwor nostalgische Bilder. Mit kurzen, schwarzen Fransen-Kostümen und Zylinder erinnerten die Tänzerinnen an den legendären Auftritt von Marlene Dietrich im Film „Der blaue Engel“. Auf der Bühne wurden dann hinter einem Vorhang in Windeseile die Kostüme gewechselt, und die Gardemädels zeigten in violetten Kostümen, die ihnen übrigens von Christiane Bader auf den Leib geschneidert wurden, eine mitreißende Show mit spektakulären Hebe-Figuren.

Rund 30 Auftritte zwischen Augsburg und Füssen, Weilheim und Kaufbeuren stehen der Schwabsoier Faschingsgarde in den nächsten Wochen ins Haus, wie Monika Sulzenbacher und Andrea Schelle verrieten. Und auch danach haben die Mädels kaum Zeit, sich auszuruhen. Denn „nach dem Fasching ist vor dem Fasching“, wie die Trainerinnen lachend anmerkten. Einmal pro Woche wird das ganze Jahr über für den großen Auftritt geübt.

Bei der Band hatte Faschingsclub-Vorstand Stephan Jahl auf Altbewährtes gesetzt. „Die Bloody Chicken Heads haben bei uns schon vier Mal nach dem Faschingsumzug gespielt. Da immer alle begeistert waren, habe ich sie dieses Jahr auch für den Ball engagiert.“ Und die siebenköpfige Combo mit dem martialischen Namen zeigte, dass sie als Tanzband eine gute Figur machen kann. Auf dem Programm standen angesagter Austro-Pop, gefühlvolle Balladen und schwungvoller Rock’n’Roll. Nach Mitternacht wurde postwendend vom Ball- in den Party-Modus umgeschaltet und die Stimmung stieg noch einmal um ein paar Grade an. What a night!
URSULA FRÖHLICH

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