Schwabsoien schafft sich Geschwindigkeits-Messgerät an

Schwabsoien - Schon länger hatten die Schwabsoier überlegt, sich ein eigenes Geschwindigkeits-Messgerät anzuschaffen. Jetzt hat man "zugeschlagen".

Eigentlich sollte es nicht so sein, dass ein Bürgermeister ohne Wissen und Zustimmung des Gemeinderates Anschaffungen vornimmt oder ähnliches. In Schwabsoien ist es jetzt aber so gewesen, und Bürgermeister Konrad Sepp hat sich nachträglich das „Placet“ und den Dank des Gremiums eingeholt.

Denn Sepp hatte bei einer schon lange geplanten Anschaffung „zugeschlagen“ und der Gemeinde dadurch Geld gespart. Denn schon länger hatten die Schwabsoier überlegt, sich ein eigenes Geschwindigkeits-Messgerät anzuschaffen. „Ich habe etwa ein Jahr lang rumtelefoniert und von verschiedenen Gemeinde, die eines der zwei Geräte haben, die ich als Favoriten ins Auge gefasst habe, informiert“, sagte Sepp in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Und in einer früheren Sitzung hatte der Gemeinderat eine solche Anschaffung bereits positiv beschieden und dafür 5000 Euro in den Haushalt eingestellt.

Da auch die Nachbar-Gemeinden Altenstadt und Hohenfurch seitdem Interesse an solch einem Gerät gezeigt hatten, hat sich der Schwabsoier Rathauschef daraufhin Vergleichsangebote eingeholt. „Dabei hat sich das Angebot der Firma ,data collect‘ aus Kerpen bei Köln als geeignetstes und günstigstes herausgestellt“, berichtete Sepp den Gemeinderäten.

Dabei handelt es sich um ein zweigeteiltes System: Zum einen das „normale“ Geschwindigkeits-Messgerät, dass die gefahrene Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer anzeigt. „Das kauft jede von uns drei Gemeinden einzeln“, erklärte der Schwabsoier Rathauschef. Aber weil es für dieses Gerät nur noch bis zum 30. November kostenlos die sogenannte Smiley-Funktion - zusätzlich zur gefahrenen Geschwindigkeit wird dem Verkehrsteilnehmer dementsprechend ein lachendes oder ein ernstes Gesicht gezeigt - gegeben hat, sei Eile geboten gewesen. „Deswegen haben wir schon zugeschlagen.“

Zum anderen gibt es ein Zusatzgerät, dass unabhängig vom ersten mittels Seitenradar den Verkehr zählen, die gefahrene Geschwindigkeit messen und dabei auch zwischen den Fahrzeugarten differenzieren kann. „Dieses brauchen wir ja nicht immer, deswegen würden wir drei Gemeinden das zusammen kaufen“, führte Sepp weiter aus.

Als Kosten für das Messgerät sowie die Seitenradar-Anlage nannte Sepp 3500 bzw. 753 Euro brutto. „Mit rund 4300 Euro sind wir sogar günstiger weggekommen, denn in den Haushalt haben wir für diesen Posten 5000 Euro eingestellt.“ Nachträglich gab Sepp der Schwabsoier Gemeinderat bei einer Gegenstimme den Segen für die „eigenmächtige“ Anschaffung.

Jochen Schröder

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