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Schwabsoien stimmt Windkraftfläche zu

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Das Vorranggebiet WK1 westlich von Sachsenried wurde von der Gemeinde Schwabsoien nicht abgelehnt. Der untere Zipfel der roten Fläche ragt auf Ingenrieder Flur. js
Das Vorranggebiet WK1 westlich von Sachsenried wurde von der Gemeinde Schwabsoien nicht abgelehnt. Der untere Zipfel der roten Fläche ragt auf Ingenrieder Flur. js

Schwabsoien - Windkraft, neues Gewerbegebiet und der Breitbandausbau waren unter anderem die Themen auf der jüngsten Schwabsoier Gemeinderatssitzung. Nicht allen Tagesordnungspunkten stimmten die Räte zu.

K Windkraft

Bereits seit 2011 beschäftigt die Gemeinde Schwabsoien die Ausweisung der Vorranggebiete für Windenergie. Mittlerweile sieht der Regionalplan Region Oberland nur noch eine in Frage kommende „weiße Fläche“ auf Soier Flur vor. (Auf VG-Gebiet waren es ursprünglich drei Gebiete). Und entgegen der bisherigen Debatten war man sich diesmal auch relativ schnell einig. „Keine Einwände“, so Bürgermeister Siegfried Neumann nach der Abstimmung. Mit dem Vorranggebiet WK-1 kann die Gemeinde gut leben. „Diese Fläche entlang der westlichen Landkreisgrenze (westlich von Sachsenried) war von der VG Altenstadt sowieso vorgesehen“, so Neumann weiter. Der Eingriff ins Soier Landschaftsbild sowie die Lärmbelästigung der rauschenden Rotoren würde sich dort in Grenzen halten.

K Neues Gewerbegebiet

In Sachen Bauvorhaben im neuen Gewerbegebiet kommt man nun doch dem Wunsch einiger Gewerbetreibenden nach. Mehrheitlich entschieden, ist dort der Bau von Betriebsleiterwohnungen ab sofort erlaubt. „Damit wollen wir den ortsansässigen Firmen die Aussiedlung erleichtern“, so Neumann, der nochmals ausdrücklich darauf hinweist, dass das auch streng kontrolliert wird. „Das gilt nur für Wohnungen, die dem Betrieb eindeutig zu- und untergeordnet sind.“ Die Gefahr, dass in diesem Bereich mehr Wohn- als Gewerbegebiet entsteht, sei damit ausgeschlossen. Konkret behandelt wurden die Bauvorhaben Schilcher und Heiserer - ein Kosmetikstudio mit Betriebsleiterwohnung sowie die Ansiedlung eines Agrargewerbes mit Transport- und Kommunaldienstleistungen.

K Breitbandausbau

Um konkrete Zuordnung ging’s auch bei Sitzungspunkt fünf. Die Festlegung der Internet-Übertragungsraten im Zuge des Breitbandausbaus. Welcher Ortsteil bekommt Glasfaser direkt ins Haus, welcher muss sich weiterhin mit einem Kupferkabelanschluss begnügen? „Unser Ziel ist, dass wir den kompletten Ortsbereich Schwabsoien und Sachsenried mit 25 bis 30 Mbit/s versorgen, das Gewerbegebiet mit mindestens 50 Mbit/s.“ Dazu gehöre auch der Ortsteil Bahnhof. Letztlich bestimmt das Budget, ob man flächendeckend Glasfaser direkt ins Haus verlegt oder die Kabelverzweiger (KVz) weiter aufrüstet, um die letzten Meter von der Hauptleitung (Glasfaser) bis ins Haus weiterhin bei einem Kupferkabelanschluss zu belassen. Entschieden wird noch in diesem Monat. „Wir werden bis Mitte, Ende Februar einen Kostenvergleich aufstellen.“

K Energieeffizienz

Keine Vergleichsdaten in Sachen Energieverbrauch werden an die EZA Kempten weitergegeben. Bei der jüngsten Mitgliederversammlung Auerbergland wurde eine Zusammenarbeit mit dem Allgäuer Energie- und Umweltzentrum vorgeschlagen. Deren Angebot: Öffentliche Gebäude energieeffizienter nutzen, um Kosten einzusparen. Schwabsoien lehnt dieses Angebot ab. Neumanns Begründung: „Das Projekt würde aktuell in unserer Gemeinde bei keinem öffentlichen Gebäude Sinn machen.“

K Altarraum-Gestaltung

In Sachsenrieds Kirche St. Martin wird der Altarraum umgestaltet. Geplant sind ein neuer Altar sowie Ambo aus Stein. Wann das rund 30 000 Euro schwere Projekt beginnt, ist noch offen. „Wir warten noch auf die Genehmigung vom Landesamt für Denkmalschutz“, so Pfarrer Karl Klein.

K Behindertenbeauftragter

Oliver Scheppach wurde vom Soier Gemeinderat einstimmig zum Behindertenbeauftragten ernannt. „Er hat ab sofort eine beratende Funktion für alle öffentlichen Bauprojekte, die in Zukunft anstehen“, so Neumann. Noch in diesem Jahr soll in Sachsenried ein neues Feuerwehrhaus gebaut werden - mit Scheppachs Unterstützung barrierefrei.

Johannes Schelle

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