Siegfried Neumann ist Kandidat der Dorfgemeinschaft Sachsenried. foto: uf

Schwabsoien: Vize Siegfried Neumann will Bürgermeister werden

Schwabsoien - Jetzt ist es amtlich: Siegfried Neumann, seit 2002 zweiter Bürgermeister der Gemeinde Schwabsoien, ist der Bürgermeisterkandidat der Liste Dorfgemeinschaft Sachsenried.

Bei der Aufstellungsversammlung im Gemeindezentrum erhielt er bei 48 anwesenden Wahlberechtigten 45 Stimmen. Er tritt am 14. April gegen Manfred Schmid von der Dorfgemeinschaft Schwabsoien an (wir haben berichtet).

Mit dem 51-Jährigen, der zwar in Kaufbeuren geboren, aber in Sachsenried aufgewachsen ist, hat Sachsenried vielleicht die Chance, nach langer Zeit wieder einen ersten Bürgermeister zu stellen. Siegfried Neumann ist verheiratet und von Beruf technischer Geschäftsführer und Produktionsleiter in einem Kunststoff-Spritzgußwerk in Kaufbeuren. Wie sein Konkurrent, der Schützenmeister in Schwabsoien ist, ist Neumann Schützenmeister des Schützenvereins St. Eustachius Sachsenried. Außerdem engagiert er sich als Betreuer der Behinderten- und Reha-Sportgruppe Altenstadt.

Da er beruflich stark eingespannt ist und seine Stelle nicht reduzieren kann, wird ihm als eventueller Bürgermeister nicht mehr so viel Zeit für seine Hobbys Radeln und Skifahren bleiben. Trotzdem sieht Neumann kein Problem darin, trotz beruflicher Belastung das Amt auszuüben. „In den zehn Jahren als stellvertretender Bürgermeister habe ich gezeigt, dass es möglich ist. Wenn man verschiedene Aufgaben aufteilt und delegiert, dann läuft der Laden“, so Neumann selbstbewusst.

Nach dem plötzlichen Tod von Bürgermeister Konrad Sepp hatte er Ende vergangenen Jahres quasi über Nacht die Amtsgeschäfte übernommen. Am Gemeinderat Schwabsoien gefällt ihm die Zusammensetzung ohne Fraktionen und politische Farben. Eine Besonderheit in der Region, die Neumann auch in Zukunft so behalten möchte: „In unserem Gemeinderat sitzen Persönlichkeiten, die ihre Meinung einbringen und ihre Stimme frei von Fraktionszwang abgeben.“

Die Zukunft der Gemeinde, die seiner Meinung nach „gut da steht“, sieht er darin, beide Ortsteile bei Wahrung der jeweiligen örtlichen Identität weiter voranzubringen und den Gewerbetreibenden ein günstiges Umfeld zu bereiten.

uf

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