Der Kirchturm der Schwabsoier Pfarrkirche muss dringend saniert werden. Kosten: rund 570 000 Euro. Foto: jos

Schwabsoien zahlt 16 000 Euro für die Sanierung des Kirchturms

Schwabsoien - Risse, größere Spalten und Stuckablösungen: In gar keinem guten Zustand befindet sich die Pfarrkirche St. Stephan in Schwabsoien. Jetzt steht eine aufwändige Dachstuhlsanierung an.

Dass der Schwabsoier Kirchturm schon länger reparaturbedürftig ist, hat die Kirchenstiftung Schwabsoien schon länger gewusst. Jetzt hat man den Dachstuhl aber genauer kontrolliert und die aufgeführten Schäden festgestellt. Und da die Kirchenstiftung finanziell alleine nicht in der Lage ist, für die veranschlagten Sanierungskosten aufzukommen, hat sie sich hilfesuchend an die Gemeinde gewandt.

Wie Bürgermeister Konrad Sepp aus dem vorliegenden Antrag der Kirchenstiftung zitierte, geht das Bistum Augsburg mit Kosten in Höhe von 570 000 Euro aus. „Darin enthalten sind die komplette Einrüstung von Kirche und Turm, Spenglerarbeiten, die Dachneueindeckung, die Rissfüllung, das Beseitigen der faulen Stellen im Dachstuhl sowie die anschließenden Malerarbeiten“, so der Rathauschef weiter.

Zur Finanzierung: Laut Auskunft der Kirchenstiftung kann sie selber 171 000 Euro aufbringen. Hinzu kämen Zuschüsse des Landkreises (1000 Euro), des Bezirks (15 000) des Landesamtes für Denkmalschutz (15 000), der Diözese Augsburg (292 000) und der bayerischen Landesstiftung (60 000). „Das macht unter dem Strich eine Finanzierungslücke von 16 000 Euro“, bilanzierte Sepp.

Der Gemeindechef machte keinen Hehl daraus, dass er diese Lücke durch einen gemeindlichen Zuschuss gerne füllen würde: „Ich bin dafür, dass wir uns an den Sanierungskosten beteiligen. Das ist unser Gotteshaus, da müssen auch wir als Gemeinde Flagge zeigen.“ Und: „Das können wir uns im Haushalt 2013 auch leisten.“

Sepp verwies in diesem Zusammenhang auf die Sanierung der Sachsenrieder Pfarrkirche in den Jahren 1993 und 1994: „Da haben wir uns mit 15 000 Mark beziehungsweise 5100 Euro beteiligt. Da liegen wir mit den 16 000 ja nicht weit weg.“

Manfred Schmid wollte in diesem Zusammenhang wissen, was mit dem gemeindlichen Zuschuss wäre, wenn die geschätzten 570 000 Euro nicht ausreichen würden? „Das ist dann das Problem der Diözese und der Pfarrgemeinde“, konterte Bürgermeister Sepp. „Das ist das wichtigste und größte Gebäude in unserer Ortsmitte, ich bin dafür, dass wir den Zuschuss geben“, schloss Schmid seine Einlassung. Das sahen die übrigen Gemeinderäte auch so, denn der Zuschuss in Höhe von 16 000 Euro wurde einstimmig beschlossen.

Jochen Schröder

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