Schwabsoier Fronleichnamshimmel muss erneuert werden

Schwabsoien - Eigentlich gar nicht auf der Tagesordnung, war der Schwabsoier Fronleichnamshimmel jetzt Thema einer Debatte im Schwabsoier Gemeinderat.

Unter dem Tagesordnungspunkt „Bekanntgaben und Anfragen“ berichtete Schwabsoiens Bürgermeister Konrad Sepp in der jüngsten Gemeinderatssitzung von einem Gespräch mit Schwabsoiens Kirchenpfleger Helmut Welz. Dieser habe ihm berichtet, dass der gemeindliche Fronleichnamskirchenhimmel in einem bedauernswerteren Zustand sei: „Durch nicht ordnungsgemäß Lagerung ist der Stoff beschädigt worden und zersetzt sich selber.“ Und jetzt wolle Sepp einfach nur Fragen, wie die Meinung im Gemeinderat zu einem möglichen Kostenzuschuss wäre.

Denn nach einem ersten Kostenangebot würde ein neuer Fronleichnamshimmel rund 2300 Euro kosten -damit der Fronleichnamsprozession am 7. Juni nichts im Wege steht. Derzeit ist die Fahne schon bei der Kunststickerei Eibl in Olching zur Bearbeitung, zukünftig soll sie laut Sepp im gemeindlichen Fahnenraum gelagert werden: „Da passt es mit Temperatur, Licht und Feuchtigkeit.“

Der Zustandsbericht der Experten: „Der Himmel ist an der Oberseite stark verschmutzt und hat - bedingt durch den jahrelangen Einsatz - Stockflecken“, erklärt Robert Hölz von der Firma Eibl auf Nachfrage. „Der Hohlsaum, der die Tragestangen aufnimmt, ist in weiten Bereichen eingerissen, außerdem ist der edle Brokatstoff brüchig, und die Goldgespinnstfransen sind schwarz verfärbt und ebenfalls brüchig, ebenso die goldene Schmuckborte.“

Zustimmung für eine gemeindliche Finanzspritze kam von Konrad Leichtle: „Kirche und Feiertage gehören zum Ortsleben fest dazu und sind Tradition, deswegen sollten wir uns beteiligen“, fand er. Zweifel kamen von Manfred Schmid: „Ist es normal, dass sich die Gemeinde finanziell am Kauf von Kircheninventar beteiligt?“, fragte er. Und Ullrich Starker ergänzte: „Das ist ganz klar Kircheninventar. Außerdem sollten wir ohnehin abwarten, wie es nach der pastoralen Raumplanung mit der Kirche und dem kirchlichen Leben hier im Ort weitergeht.“

Dem widersprach Bürgermeister Konrad Sepp: „Was die Kirche angeht stehen wir zukünftig besser da als vorher. Wir kriegen einen neuen jungen Pfarrer und haben dazu noch die beiden Ruhestandspfarrer Hans Frieß und Siegfried Beyrer“, hob er hervor. „Und außerdem ist das Fronleichnamsfest eine Tradition, verdammt noch mal, Wir halten Traditionen doch hoch und halten uns für ein Volk mit Tradition.“ Und eine finanzielle Beteiligung mit zum Beispiel 500 Euro sei doch sicherlich möglich.

Dem schlossen sich dann auch bis auf Ulrich Starker („Ich kann doch nicht über was abstimmen, was nicht auf der Tagesordnung steht“) alle Gemeinderäte an.

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