Umwelthilfe gewinnt Prozess um Diesel-Fahrverbot in Stuttgart

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Die Stände der Firanten bilden jetzt ein großes Quadrat. In der Mitte befindet sich die Sitzlandschaft mit Sonnenschirmen. 

Seit Einführung der Fußgängerzone

Der Wochenmarkt jetzt als Quadrat

Schongau - Freitag ist Markttag. Der Grüne Markt im Herzen Schongaus ist beliebt. Egal ob frische Pflänzchen, Obst, Eier oder Käse aller Art, Produkte von Anbietern aus der Region steigen auf der Skala der Beliebtheit der Verbraucher. Wie wird der Markt jetzt nach den Umbaumaßnahmen angenommen?

„Quadratisch, praktisch, gut“, oder so ähnlich lautet ein bekannter Werbeslogan. Der könnte jetzt auch auf den Grünen Markt auf Schongaus Marienplatz angewendet werden. Die Anbieter haben ihre Stände und Verkaufswagen im Quadrat aufgestellt. Großzügig und übersichtlich.

Das kommt beim Besucher an. Einer von ihnen ist Martin Schleier, der sich zum Einkauf seiner „Leckerli“ beim Stand der „Oliven & Öl Compagnie“ eingereiht hat. „Der Platz wirkt in seiner neuen Gestaltung viel größer, ein richtiger Marktplatz“, beschreibt Schleier. Er kommt normalerweise mit dem Fahrrad zum Markt, wollte an diesem Tag aber die Autovariation testen. Wegen der Parkplätze und so. „Überhaupt kein Problem, in den Nebenstraßen gab es genügend Möglichkeiten, einen freien Platz zu finden“, ergänzt er.

Lutzenbergers Wunsch: Mit dem Fahrrad durch die Fußgängerzone

Fritz Lutzenberger hat sein Fahrrad dem Auto vorgezogen. Er sähe es aber angenehmer, mit dem Rad auch den Platz befahren zu dürfen. Dieser hat für ihn jetzt trotzdem mehr Leben. Zumindest am Grünen Markt. „Man muss dem Platz eine Chance zur Entwicklung geben“, sagt Lutzenberger zur neuen Situation. Von den Geschäftsleuten wünscht er sich, dass diese mit gewissen Dekos den Charme aufpeppen.

Udo und Gisela Vietz sind seit langem treue Marktbesucher. Udo ist von der Gestaltung begeistert, kann er doch an so sonnigen Tagen wie diesem unter den schattenspendenden Schirmen gemütlich auf einer der Holzbänke auf seine bessere Hälfte warten. Und Gisela? „Es muss sich doch alles erst einpendeln“, so ihre Antwort.

"Mehr Parkplätze wären eine wunderbare Sache"

„Wenn´s mehr Parkplätze gäbe, wäre es eine wunderbare Sache“, formuliert es Anton Neumeyer. Er kommt von der Blumenstraße zu Fuß zum Markt. Mit seiner Bemerkung denkt er an die vielen älteren Kunden, die nicht so gut auf den Beinen sind. Wie seine Kameraden von Schongau-West, die durch Abwesenheit glänzen. „Die haben einfach keinen Biss mehr für den Markt“, bedauert Neumayer die Situation. „Der Markt war immer ein Treffpunkt für uns.“

Kunden vor dem Käse-Mobil. Vor zwei Wochen sind an dieser Stelle noch Auto und Motorrad durchgefahren. 

Begeistert zeigt sich dagegen Astrid Marchant, geborene Böttger, die für drei Tage ihre Heimatstadt besucht. „Haben sie ganz schön gemacht“ ihr Kommentar über den umgestalteten Marienplatz. Die Seniorin, die 1962 in die USA ausgewandert ist, besucht gerade ihre Cousine in Peiting.

Und was sagen die Händler? Die übersichtliche Anordnung im Quadrat kommt gut an. Schirme und Sitzgelegenheiten sind perfekt. Nur der in den Boden eingelassene Wasserlauf stellt für sie eine große Gefahrenstelle dar. Gärtner Elmar Rothermel bezeichet ihn als „sehr gewagt“. „Die Kunden haben ihren Blick auf die Stände gerichtet, wenn da einer stürzt oder mit dem Rollator hineinfährt, führen die scharfen Kanten zu bösen Verletzungen“, so der Gärtner. Und Slavica Berkenkopf vom Käse-Mobil? Sie bezeichnet das Gesamtbild auch als „sehr gelungen“.

Hans-Helmut Herold

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