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Corona in Deutschland: So viele Fälle wie noch nie zuvor - RKI meldet massiven Anstieg der Neuinfektionen

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Theodor Frühschütz (60) zeigt zwei Briefumschläge mit der alten Postleitzahl. Foto: schelle

Seit 20 Jahren gibt's auch im Schongauer Land die neuen Postleitzahlen

Schongau - Einfacher und schneller. Die fünfstellige Postleitzahl feiert am kommenden Montag ihren 20. Geburtstag. Interessant: Vor der Fünstelligen hatten gleich fünf Orte aus dem Schongauer Land die gleiche Postleitzahl.

Ost und West sind längst Geschichte. Die Auswirkungen der damaligen, noch vierstelligen PLZ hängte dem Postbetrieb jedoch bis vor 20 Jahren nach. Denn vor der Wiedervereinigung hatten DDR und BRD ihre eigenen Postsysteme. Deshalb existierten nach der Wende bis zu 800 Postleitzahlen doppelt. So teilten sich beispielsweise Augsburg und das sächsische Görlitz die 8900. Unterschieden wurden diese Nummern lediglich durch die zusätzlichen Initialen O (Ost) und W (West).

Nicht nur zwischen Ost und West gab es identische Postleitzahlen. Auch im Schongauer Land hatten mit Schwabsoien, Schwabbruck, Kinsau, Ingenried und Prem gleich fünf Orte die gleiche PLZ. Sie waren allesamt unter der 8921 adressiert.

Für Verwirrung bei der Postzustellung selbst sorgten diese identischen Ziffern jedoch nicht. „Die Briefe und Pakete wurden auf dem Zustellstützpunkt nochmals nach Ortsnamen sortiert“, erklärt Ingenrieds Bürgermeister Xaver Fichtl, der seit mehreren Jahrzehnten bei der Deutschen Post angestellt ist und mittlerweile in Landsberg am Lech - Verwaltungsstützpunkt - arbeitet.

Spätestens seit dem 1. Juli 1993 ist die zusätzliche Sortierung nach Ortsnamen ohnehin vorbei. Alle deutschen Orte und Städte haben seither ihre eigene, fünfstellige Postleitzahl. Unter dem Motto „Fünf ist Trümpf“ wurde das System mit den fünf Ziffern Schritt für Schritt optimiert. Mittlerweile erreichen sogar 95 Prozent aller Briefe den Empfänger bereits am Werktag nach der Absendung.

„Die Einführung der fünfstelligen Postleitzahl hat die Arbeit natürlich erleichtert“, erklärt Theodor Frühschütz, der seit über 30 Jahren als Postbote arbeitet. „Der Zeitaufwand bleibt jedoch der gleiche, da heutzutage wesentlich mehr Briefe und Pakete im Umlauf sind.“ Nach Peiting, Steingaden und Lechbruck ist er derzeit für Ingenried zuständig. „Zwischen neun und zehn Uhr morgens beginne ich meistens mit dem Ausfahren.“

Die Vorarbeit der Postzustellung wird jedoch in Augsburg erledigt. Dort liegt das für Schongau und Umgebung zuständige Brief- und Paketzentrum. „In Augsburg wird die Post mit einer Verteilermaschine vollautomatisch sortiert.“ Die Briefe landen dabei in je nach Größe drei verschiedenen Kisten, die mit den passenden Ortsnamen markiert sind. So kann er sich voll und ganz auf das Austragen konzentrieren.

Wie vertraut die Bürger mit der alten und neuen Postleitzahl sind, hat die Heimatzeitung mit einer Umfrage herausgefunden.

js

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