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Auf den Wellengang müssen die Peitinger Freibadbesucher vorerst verzichten. Grund ist ein defektes Rohr. 

Seit Samstag

Wegen Rohrbruch: Peitinger Freibad ohne Wellen

Peiting - Schon seit 41 Jahren ist das Peitinger Wellenfreibad in Betrieb. Kein Wunder, dass sich nach so langer Zeit Verschleißerscheinungen bemerkbar machen. Seit Samstag ist die Wellenanlage lahmgelegt. Positives gibt es hingegen von der Kooperation des Altenstadter und des Peitinger Bades zu berichten.

Letztes Jahr feierte das Peitinger Wellenfreibad 40. Geburtstag. Im Jubiläumsjahr wurden dank des beständig guten Wetters und der hohen Temperaturen die zweitmeisten Besucher in der Geschichte der Badeanstalt überhaupt gezählt. Dann aber fand die Badesaison am 1. September ein jähes Ende. Aufgrund eines Lecks – woraufhin das Bad die dreifache Menge an Frischwasser verbrauchte – wurden dringend notwendige Reparaturen vorgenommen. Auch jetzt gut ein Jahr später ist wieder ein Ausfall zu beklagen. Manfred Turner, Mitarbeiter von Peitings Kämmerer informierte die Redaktion am Mittwochmorgen über den Sachverhalt. Ein Kunststoffrohr, mit circa 40 cm Durchmesser, das Wasser von der Wellenmaschine ins Becken pumpt und so für den Seegang sorgt, ist am vergangenen Samstag geplatzt.

Als der Bademeister die Maschine, die die Wellen erzeugt, in Betrieb nehmen wollte, schaltete diese sich selbst ab. Ein Sicherungsmechanismus stellte abfallenden Druck in der Anlage fest.

Gibt es für beschädigtes Rohr kein Ersatzteil?

Die gute Nachricht: Die Wellenmaschine an sich ist in Ordnung, nur besagtes Hartkunststoffrohr, das sich in seinem Verlauf zum Becken hin weiter verzweigt, ist beschädigt.

Die schlechte Nachricht ist, dass es für das 41 Jahre alte Rohr, das diese spezielle Verzweigung aufweist, keinen Ersatz gibt.

Darum ist eine örtliche Tiefbaufachfirma vor Ort um eine Lösung für das Problem zu finden und die Reparatur schnell in Angriff zu nehmen.

Ansprechpartner Christian Hollrieder, im Markt Peiting für den Haushalt und das Finanzwesen zuständig, geht von rund vier Wochen Dauer für die Ingangsetzung der Wellenanlage aus.

Da Besucher über den Ausfall am Eingang des Schwimmbades in Kenntnis gesetzt werden und der Defekt unter höherer Gewalt zu verbuchen ist, ist auch keine Eintrittsermäßigung vorgesehen.

Erfreulich: Trotz schlechter Witterung zufriedenstellende Besucherzahlen

Von dem erneuten Schadensfall einmal abgesehen, weiß Hollrieder aber auch erfreuliches zu berichten:

„Trotz der schlechten Witterung sind die Besucherzahlen zufriedenstellend. Vor allem die Zusammenarbeit mit dem Altenstadter Bad klappt hervorragend. Gut 70 Besucher sind mit der Saisonkarte aus Altenstadt schon nach Peiting gekommen.“

Wenn das Konzept – mit der Altenstadter Saisonkarte ins Peitinger Freibad kommen, ohne Aufpreis zahlen zu müssen, und umgekehrt – weiter so gut angenommen wird, steht einer Fortführung der Kooperation auch im kommenden Jahr nichts entgegen.

Wie bereits erwartet, steht nun fest, dass es für diese Saison keine Regelung gibt, die auch das Schongauer Spaßbad Plantsch mit einbeziehen kann. Jedoch arbeiten die drei Gemeinden, Altenstadt, Peiting und Schongau daran, eine Lösung für die kommende Freibadsaison zu finden. 

Franziskus Reich

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