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Gemeinderat Schwabsoien

Seminar-Wohnheim der Heimerer Schulen

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Schwabsoien - Kein alltägliches Bauprojekt ist jetzt im Schwabsoier Gemeinderat vorgestellt worden. „Es kommt Leben in ein leer stehendes Haus“, sagte Bürgermeister Siegfried Neumann sichtlich erfreut.

Bisher war das Haus mit der Nummer 28 an der Kaufbeurer Straße in Schwabsoien ein leer stehendes ehemaliges Bauernhaus – bis es Friedrich Heimerer, Geschäftsführer der Sozialpflegeschulen Heimerer, gekauft und umgebaut hat. „Dort wollen die Heimerer Schulen ein Wohnheim mit Seminarräumen unterbringen“, erklärte Bürgermeister Siegfried Neumann jetzt im Gemeinderat. Dazu hatte es im Vorfeld einen Ortstermin mit allen Beteiligten gegeben, bei dem das Vorhaben durchaus positiv aufgenommen worden war. „Wir haben sehr angeregt miteinander gesprochen“, so der Rathauschef.

Wohnräume für maximal 30 Schüler

Wie Neumann und Norbert Kees, der von den Heimerer Schulen beauftragte Planer und Bauunternehmer, weiter ausführten, sollen in dem Gebäude Wohnräume für maximal 30 Schüler geschaffen werden. „Bisher finden die Seminare in den verschiedenen sozialen Ausbildungsberufen in angemieteten Objekten statt, das soll jetzt hier in Schwabsoien konzentriert werden“, so Neumann. Von außen ist das Gebäude schon saniert und hergerichtet worden, außerdem hat es schon ein neues Dach bekommen. Was fehlt, ist der Innenausbau.

Geplant sind im Inneren laut Norbert Kees 2- und 4-Bett-Zimmer für bis zu 30 Personen, Küchen, Seminarräume, Duschen und WC-Anlagen. Das Grundstück bietet zudem genug Platz für eine mögliche spätere Erweiterung.

Das Gebäude befindet sich im Geltungsbereich des Ortskerns-Bebauungsplanes, gelte aber als Sonderbau, erklärte Neumann. Und das bedeute, das schon im Vorfeld ein Brandschutz-Konzept vorgelegt werden müsse. „Und das haben wir auch schon machen lassen“, erklärte Planer Kees. Ein Gebäude dieser Größe müsste zwei Rettungswege bieten. „Und die haben wir: Einen über die Treppe, und einen über große Fenster bzw. Türen, das haben wir mit der Feuerwehr schon abgeklärt“, so Kees.

Laut Bürgermeister Neumann sei es grundsätzlich begrüßenswert, wenn baulicher Leerstand beseitigt werde und neues Leben in den Ort käme. „Ich find’s gut, dass die Gemeinde weiter belebt wird, das wird sicher interessant“, meinte er. „Die Leute nehmen ja dann auch am öffentlichen Leben hier im Ort teil, wenn sie eine oder zwei Wochen hier sind.“ Das sah auch die Mehrheit des Gemeinderates so, wenn auch Wolfgang Ranz Zweifel an den elf nachgewiesenen Stellplätzen bei bis zu 30 Seminarteilnehmern hatte. „Die haben wir nach der entsprechenden Stellplatzverordnung ermittelt, aber wenn mehr Stellplätze gewünscht werden, ist das natürlich kein Problem, das Grundstück ist groß genug“, sagt Planer Kees.

Auf dem Gelände soll nicht geparkt werden

Rudi Kögel war es wichtig, dass vor dem Gebäude, also auf dem Gehweg der Kaufbeurer Straße, definitiv nicht geparkt wird. Das könne zum einen der Eigentümer beantragen, zum anderen die Gemeinde über Polizei bzw. das Bauamt Weilheim. Ansonsten gab es aber keine Bedenken gegen das Projekt, so dass der Bauantrag der Heimerer Schulen einstimmig genehmigt wurde.

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