Bestes Ergebnis der Schulgeschichte

Welfen-Gymnasium: Schüler schreibt Sensations-Abitur

Schongau - Seit 45 Jahren wird am Schongauer Welfen-Gymnasium ein Abitur geschrieben - jetzt hat ein Schüler offenbar das beste Ergebnis der Schulgeschichte hingelegt.

Unruhig war es. In den Gängen knisterte die Luft. Große Anspannung war rund um das Schongauer Schulzentrum zu spüren. Für die Schüler war es wohl die aufregendste Zeit in ihrem Leben. Die Abiturprüfungen standen wie eine große Mauer vor ihnen. Jetzt ist (fast) alles geschafft. Die Schüler sind auf der anderen Seite der Mauer angekommen. Schulleiter Wolfgang Gebler ist wegen der Prüfungsergebnisse ganz aus dem Häuschen.

Wolfgang Gebler Schulleiter des Welfengymnasiums

„So etwas hat es in der Geschichte unserer Schule noch nicht gegeben“, sagt Gebler. Der diesjährige Jahrgang wird wohl ein historischer werden. „Es gab starke Ausschläge. Sowohl nach unten, als auch nach oben“, verrät der Schulleiter. Eine Leistung aber ist schier unglaublich: In den letzten Tagen wurde die beste Abiturprüfung abgegeben, die am Schongauer Gymnasium jemals geschrieben wurde.

„Ein Schüler war dermaßen hervorragend, dass er für die Aufnahmeprüfung am Maximilianeum in München zugelassen ist“, sagt Gebler voller Stolz. In nahezu jeder Prüfung muss der Schüler, und es ist ein „er“, soviel sei verraten, 15 Punkte erlangt haben. Sollte er die äußerst anspruchsvolle Hochbegabtenprüfung ebenfalls bestehen, hat er die Chance, zur Eliteuniversität zu gehen.

„Für mich war es eine Überraschung“, sagt Gebler. Von der außerordentlichen Begabung des Prüflings habe er nicht gewusst und ist jetzt umso seeliger. „Überhaupt gibt es in diesem Jahrgang viele hervorragende Leistungen“, sagt Gebler. Das Feedback seines Kollegiums sei gewesen: „Das Abitur war gut machbar.“ Der Prüfungsmarathon, der eine massive Belastung für die Schule ist, sei routiniert und reibungslos verlaufen. Ausfälle gab es nicht.

Wie der Gesamt-Durchschnitt des Abiturjahrgangs ausfallen wird, weiß Gebler nicht. Neben den ausgezeichneten Ergebnissen seien ebenfalls genügend mangelhafte zu vermelden. „Leider müssen einige Schüler in die mündliche Nachprüfung“, sagt Gebler. Die findet in der kommenden Woche statt. Genauso wie die letzte Colloquiumsprüfung. Aber was hat die denn da verloren?

„Es hat sich alles in die Länge gezogen“, sagt Gebler. Weil es beim Colloquium diesmal richtige Lieblings-Fächer gab, habe man in Religion, Wirtschaft und Geographie mehr Termine anbieten müssen als ursprünglich geplant. In einer Woche habe man nicht alle Schüler unterbringen können.

Ebenfalls außergewöhnlich im Jahrgang seien die vielen externen Abiturienten. Neun an der Zahl. „Das wird immer mehr“, sagt Gebler. Deren Prüfungen sind kommende Woche.

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